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Jena, kreisfreie Stadt im Saaletal (Thüringen)


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Geschichte von Jena - Kunststile der Architektur in Jena

Gerade zur Zeit der fürstlichen Hofhaltung und ihrer Bautätigkeit entstanden im Bereich der Stadt auch Häuser wohlhabener Bürger. Im 18. Jahrhundert wurden weitere Gebäude bekannter Jenaer Berühmtheiten errichtet, so beispielsweise das hier beschriebene Trebitzsche Haus.

Etwa in der Mitte der Saalstraße stößt man auf einen kleinen Platz, dem sogenannten Breiten Stein. Hier ist einer der wenigen Jenaer Brunnen zu sehen - der Löwenbrunnen. Wenn man sich umschaut, so fallen einen einige Fassaden der umstehenden Häuser auf. Bei der Neugestaltung der Saalstraße zwischen 1988/90 wurde an der Ecke Oberlauengasse / Mühlgasse ein Gebäude neuerrichtet. Für die Gestaltung der Fassade verwendete man, die des unter Denkmalschutz stehenden, aber wegen des Turmbaues abgerissenen Honigmannschen Hauses. Einige der Stuckornamente sind noch im Original vorhanden, andere mußten ersetzt werden.

Oberreichsches Haus
Hinter dem Löwenbrunnen steht ein Gebäude, welches mit einem im Jahre 1655 gestalteten Wappen der Jenaer Borkenwirker versehen ist. Zudem weist das zweistöckige Fachwerkhaus folgende Inschrift auf: "Im 17. Jahrhundert. Am Breiten Stein". Haus und Erker sind aber erst später entstanden.

Trebitzsches Haus
Auf dem Grundstück Saalstraße 5 steht ein schmales Gebäude - Trebitzsche Haus. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert (um 1730) und ist entsprechend mit Rokokoelementen verziert. Im ersten Stock ist noch eine Stuckdecke zu bewundern. Es ist nach dem Abriss der Leutrastraße noch das einzige Gebäude dieser Art in Jena. Heute sind im Gebäude Mietwohnungen untergebracht.

Platanenhaus
Das Platanenhaus steht in der Unterlauengasse Nr. 9. Erbaut wurde es im Jahre 1606, was oberhalb des rundbogigen Eingangs noch zu sehen ist. Es besteht aus einem steinernen Erdgeschoss auf dem ein dreistöckiges Fachwerkhaus mit für die Zeit typischen hervorstehenden Obergeschossen aufgesetzt wurde. Das Erdgeschoss ist ziegelgepflastert und diente einem Gerber als Werkstatt, die hier in der Unterlauengasse einst wohnten. Der sechseckige Treppenturm entstand wahrscheinlich erst im 19. Jahrhundert. Den Namen erhielt das Haus von den Platanen, die vor ihm stehen.

Griesbachsches Vorlesungsgebäude
Mit dem Griesbachschen Haus ist nicht das Griesbachsche Gartenhaus oder das Prinzessinnenschlösschen neben dem Planetarium gemeint. Ende des 17. Jahrhunderts erbaute man für die letzte Jenaer Herzogin das neben dem Vorlesungsgebäude am Löbdergraben einst stehende stattliche Bürgerhaus. Es hatte seinen Eingang von der Schlossgasse her und diente später dem Geheimen Kirchenrat Johann Jakob Griesbach als Wohnhaus. Zwischen 1795 und 1799 wohnte Friedrich Schiller mit seiner Familie in den oberen Stockwerken. In den daneben stehenden Hörsaal hielt Schiller seine am 26. Mai 1789 berühmte Antrittsvorlesung als neuberufener Professor für Geschichte. Johannn Gottlieb Fichte folgte ebenso mit seiner ersten Vorlesung in diesem Gebäude. Im Jahre 1826 gründete Friedrich Gottlob Schulze das Landwirtschaftliche Institut hier und übernahm es später durch Erwerb zu seinem Eigentum. Das Griesbachsche Haus wurde am 9. Februar 1945 im Bombenhagel zerstört, nur das Vorlesungsgebäude überstand und ist heute im Besitz der Universität.

Gasthof "Grüne Tanne"
Rechts der Saale, von der Stadt kommend linker Hand, am Camsdorfer Ufer steht der Gasthof "Grüne Tanne". Im einstigen Gasthof "Zur Tanne" wohnte 1818 Johann Wolfgang von Goethe in der Mansarde und schrieb hier einige Gedichte und Balladen. Im Gasthof gründete sich am 15. Mai 1815 die sogenannte Urburschenschaft, deren Fahne die gleichen Farben wie die der Deutschen Bundesrepublik besitzt. 1899 baute man es um und stockte es auf. Als wichtiger Versammlungsort sprachen hier auch Clara Zetkin und August Bebel. Nach 1945 diente das Gebäude als Jugendherberge bevor es nach der Wende von der Burschaft "Arminia auf dem Burgkeller" übernommen, saniert und als Begegnungsstätte zwischen Bürgern und Studenten zur Verfügung gestellt wurde.

Gasthof "Roter Hirsch"
Der Gasthof "Roter Hirsch" - heute Hotel - wurde erstmals 1509 erwähnt und feierte 2009 seinen 500. Geburtstag. Trotz seiner ständig veränderten Umgebung konnte er sein äußeres Erscheinungsbild erhalten. Das zu den ältesten Gebäuden Jenas zählende Bauwerk ist ein verputztes Fachwerkhaus mit gemütlichen Flair.

Hotel "Schwarzer Bär"
Der einstige Gasthof "Schwarzer Bär" - heute Hotel - gibt es schon seit Jahrhunderten. Trotz einiger Um- und Ausbauten hat er sein Aussehen nur unwesentlich verändert. Schon Luther wurde hier am 4. März 1522 bedient als er von der Wartburg kommend, nach Wittenberg unter dem Pseudonym "Junker Jörg" unterwegs war und hier Rast machte. Diese Station wurde auf einem Gemälde von Otto Schwerdtgeburth festgehalten, welches an Ort und Stelle zu bewundern ist. Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen kehrte 1552, aus kaiserlicher Gefangenschaft kommend, im Gasthof ein - ebenso Johann Wolfgang von Goethe 1812 mit Christiane Vulpius und 1827 nochmals mit Eckermann. Im Gasthof logierten auch die Brüder Hauptmann, Ernst Haeckel, Otto von Bismarck, um nur einige zu nennen. Das Hotel "Schwarzer Bär" erfreut sich auch heute noch größter Beliebtheit.

Gasthaus "Zur Noll"
Der Gasthof "Zur Noll" - Oberlauengasse 19 - ist ein aus dem 16. Jahrhundert stammendes Bauwerk mit steinerner Wendeltreppe. Es gehörte einst der Fechtmeisterfamilie Kreußler bevor es 1865 unter den Namen "Nollendorfer Schankwirtschaft" Schrankgenehmigung erhielt.

Haus im Sack
Das heutige Hotel "Haus im Sack" war einst ein Weinbauernhaus. Seinen Namen bekam es wegen seines bis 1945 nur von der Oberlauengasse her zu erreichenden Zuganges. Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gebäude besitzt ein für damalig typisches Rundbogenportal mit Sitznischen, Fachwerk und überstehenden Obergeschossen. Es wurde saniert und lädt heute seine Gäste zum Verweilen ein.

Volkshaus
Das von den Leipziger Architekten Arwed Roßbach zwischen 1903 und 05 auf dem Carl-Zeiß-Platz errichtete Gebäude verfügt neben zahlreichen Räumen auch über zwei große Säle, wovon einer eine sanierte Orgel für Konzerte besitzt. Im Ostflügel wurde noch vor Fertigungstellung des Gesamtkomplexes eine Bücherei untergebracht, die heute den Namen "Ernst-Abbe-Bücherei" trägt.


Als besonders erwähnenswerte Gebäude sind noch das Bachsteinsche Haus - im 2. Weltkrieg zerstört, das Hechtsche Haus - wurde wie das Honigmannsche wegen des Turmbaues des einstigen Unihochhauses, heute Jentower abgerissen, sowie das Weigelsche Haus, welches Weigel 1668 errichten ließ - aber aus straßenbaulichen Gründen 1898 weichen mußte - zu nennen.

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