Jena, kreisfreie Stadt im Saaletal (Thüringen)
Jena, Geschichte von Jena: Zeittafel


Zeittafel Jena - Geschichte der Stadt Jena in einer Übersicht

880/90 Jena wird erstmalig als Siedlung «Iani» in einem Hersfelder Zinsregister erwähnt.
1182 untersteht der unter «Jene» bezeichnete Ort den Herren von Auhausen - einem Rittergeschlecht aus Franken
1182 In Zwätzen wird erstmals der Weinanbau urkundlich erwähnt.
1186 Die Lobdeburg wird erstmals erwähnt.
1230 Das aus Franken eingewanderte Rittergeschlecht der Auhausen nennt sich jetzt die «Herren der Lobdeburg» und verleihen als Adlige Jena das Stadtrecht.
1236 erste Erwähnung von Jena
1275 Stadtrat nachweisbar
1286 wird von den Herren der Lobdeburg das Dominikanerkloster gegründet
1301 entsteht an der heutigen Stadtkirche «St. Michael» das Zisterzienser-Nonnenkloster.
1332 erhielt Jena von den Wettinern das gothaische Stadtrecht
1368 erste urkundliche Erwähnung des Jenaer Rathauses.
1380/90 entsteht die Stadtkirche «St. Michael».
13./14.
Jh.
Die Stadtbefestigung wird ausgebaut und ist 1430 zur Zeit des Vordringens der Hussitten voll verteidigungsfähig.
Ab
1414
gibt es außerhalb der Stadtmauer das Karmelitenkloster am heutigen Theater.
1423 gehört Jena zum Kurfürstentum Sachsen
Um
1480
wird die erste steinerne Brücke über die Saale errichtet.
1490 hat Jena etwa 3.800 Einwohner.
1523 Beginn der Reformation
1524 Luther vertreibt den radikalen Theologen Martin Reinhardt
1525 zerstören Bauern und Stadtbewohner das Karmeliterkloster und verwüsten das Dominikanerkloster
1530 starben tausend Menschen bei einer Pestepidemie.
1542 4.277 Personen leben in Jena.
1548 wird das leerstehende Dominkanerkloster nach dem Verlust der Landesuniversität Wittenberg im Schmalkaldischen Krieg von 1547 auf Anordnung von Johann Friedrich I. ein «Akademisches Gymnasium».
1557 werden die Bauarbeiten am Turm der Stadtkirche «St. Michael» abgeschlossen.
1558 wird mit kaiserlicher Genehmigung das «Akademische Gymnasium» zu einer Universität «Studium generale» mit 4 Fakultäten.
1578 gibt es erneut die Pest in der Stadt. Dieser Epidemie fallen 335 Menschen zum Opfer.
1636 Diesmal sterben an der Pest 480 Menschen.
1637 wird Jena während des 30-jährigen Krieges am schlimmsten geplündert.
Von
1665
bis
1749
besitzt die Buchhändlerfamilie Bielcke in Jena das größte deutsche Verlagsunternehmen.
1672
bis
1690
wird Jena zur Hauptstadt des selbstständigen, allerdings lebensunfähigen Herzogtum Sachsen-Jena. Die Sakristeiräume der Stadtkirche werden zur Jenaer Fürstengruft umfunktioniert und nehmen die prunkvollen Barocksärge der Herrscherfamilie auf.
Seit
1674
besitzt Jena die älteste deutsche Zeitung «Privilegierte Jenaische Zeitung».
1692 kommt Jena nach dem Tod des Herzogs zu Sachsen-Eisenach
Zwi-
schen
1706
und
1720
ist die Jenaer Universität die größte deutsche Hochschule.
1741 Jena gehört zum Herzogtum Sachsen-Weimar
Um
1754
beginnt man den Versuch in Jena eine Textilmanufaktur zu errichten, was aber bald wieder aufgegeben wird.
1771/
1772
In Jena fallen 800 Menschen einer Faulfieber-Epidemie zum Opfer.
1776 Im Januar liegt die Tempratur zwischen minus 20 und 32 Grad Celsius.
Zwi-
schen
1785
und
1819
erlebt Jena durch die Universität die «Klassische Zeit» in ihrer Geschichte.
Zwi-
schen
1789
und
1799
ist Friedrich von Schiller Professor für Philosophie an der Jenaer Universität.
1794 wird durch das Wirken von Johann Wolfgang von Goethe mit dem Aufbau eines neuen botanischen Gartens begonnen.
1817 4.119 Bewohner leben in Jena
1820 hat Jena ca. 4.700 Einwohner
1832/33 ist der Dichter Fritz Reuter Student an der Jenaer Universität.
1846 gründet Carl Zeiß (1816 - 1888) eine kleine optische Werkstatt.
1851 ist die Einwohnerzahl von Jena auf etwa 6.500 angewachsen.
1858 feiert die Jenaer Universität ihren 300. Geburtstag.
1882/85 wird durch Otto Schott (1851 - 1935) ein «Glastechnisches Laboratorium» gegründet.
1889 wird auf Veranlassung von Ernst Abbe die Carl-Zeiß-Stiftung gegründet.
1900 hat Jena mehr als 20.000 Einwohner.
1908 wird das Hauptgebäude der Universität anläßlich der 350-Jahr-Feuer der Alma mater Jenensis eingeweiht. Das Gebäude galt als eines der bedeutendsten Hochschulbauten seiner Zeit, welches vom Architekten Theodor Fischer (1862 - 1938) entworfen wurde.
1909 hat die Glashütte von Otto Schott ca. 1.100 Beschäftigte.
1911 Errichtung des Ernst-Abbe-Denkmals
1913 hat das Zeiß-Werk mehr als 4.600 Beschäftigte.
1914 ist die Zahl der Einwohner auf ca. 49.000 angewachsen.
1920 leben 48.847 Personen in Jena.
1926 wird das heute älteste Zeiß-Planetarium eingeweiht.
1945 über 700 Tote und mehr als 2.000 Schwerverletzte durch acht anglo-amerikanische Bombenangriffe.
1948 Neueröffnung der Friedrich-Schiller-Universität.
1975 wird Jena Großstadt mit 100.000 Einwohnern.
2008 Jena wird Stadt der Wissenschaften
2008 Die Friedrich-Schiller-Universität feiert ihren 450. Geburtstag.
 


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