Jena - Stadt der Dichter, Denker und Forscher |
Jena ist die Stadt der Dichter, Denker und Forscher. Hier haben
gelebt und gearbeitet Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Carl Zeiss,
Ernst Abbe, Ernst Haeckel ... , um nur einige zu nennen.
An dieser Stelle möchte ich bedeutende Persönlichkeiten, die in Jena
arbeiteten, forschten oder auch durch ihre Dichtkunst sich einen Namen gemacht
haben, kurz vorstellen. |
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Ernst Abbe (1840 - 1905) |
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| Ernst Abbe gilt als einer der bedeutendsten deutscher Physiker seiner Zeit. Ebenso
als Unternehmer und Sozialreformer besaß er hohes Ansehen. Von zahlreichen optischen Geräten
ist Abbe der Erfinder. Betriebsorganisatorische Neuerungen beteiligten die Arbeitnehmer am Gewinn der
Firma, ebenso erhielten sie eine nach Jahren der Betriebszugehörigkeit errechnete Altersversorgung. |
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Walter Bauersfeld (1879 - 1959) |
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| war Ingenieur und Erfinder und Mitglied der Geschäftsleitung von Carl Zeiß. Bauersfeld
baute Zeiß-Opton, Optische Werke GmbH Oberkochen auf. Das Deutsche Museum in München beauftragte den
Zeiß-Ingenieur ein Planetarium zu entwickeln. Der deutsche Ingenieur entwarf eine halbkugelförmige
Projektionsfläche auf dem eine realistische Darstellung der Sternbilder und ihrer Bewegung möglich war.
Am 21. Oktober 1923 konnte nach 5-jähriger Entwicklungszeit das erste öffentliche Zeiß-Planetarium
der Welt auf der Jahreshauptversammlung des Deutschen Museum vorgeführt werden. 1957 erhielt Bauersfeld als
erster Deutsche die höchste Auszeichnung für Ingenieure - die James Watt International Medal - die alle
zwei Jahre an international renommierte Ingenieure verliehen wird. |
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Carl Friedrich Christian Heinrich Botz (1804 - 1890) |
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Der Jenaer Carl Friedrich Christian Heinrich Botz war der Initiator und technische Leiter des am
7. Oktober 1858 gegründeten Verschönerungsvereins, der Mitte des 19. Jahrhunderts die «Jenaer
Horizontale» anlegte - 1859 war die 1. Leistung die Anlegung der Kernberghorizontale von Ziegenhain bis zur
Diebeskrippe, 1892 wurde sie bis zum Fürstenbrunnen erweitert.
Sein eigentlicher Beruf war Chausseebaumeister und Herzoglicher Baurat. 1875 wurde er Ehrenbürger der Stadt
Jena. Auf dem historischen Johannisfriedhof fand Botz seine letzte Ruhe. |
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Alfred Edmund Brehm (1829 - 1884) |
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| Alfred Edmund Brehm war der Sohn von Christian Ludwig Brehm. Am 26. April 1853 schrieb er sich
in das Matrikelbuch für wissenschaftliche Studien der Jenaer Universität ein. Seine Unterkunft war in der
Saalstraße 4, wo er für 4 Semester wohnte. Von der Philosophischen Fakultät erhielt Christian Ludwig
Brehm am 1. April 1855 den Doktortitel, dem sich später noch die Ehrendoktorwürde anschloss. Das
«Illustrierte Tierleben» war seine umfangreiche zoologische Literatur, deren 1. Auflage 1963 erschien.
Bekannt vom deutschen Zoologen sind auch seine ausgedehnten Forschungsreisen. |
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Christian Ludwig Brehm (1787 - 1864) |
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| Christian Ludwig Brehm wurde als «Vogelpastor» bekannt, war aber eigentlich Pfarrer
und Ornithologe. Er veröffentlichte 1837 seine Forschungen in «Etwas über die Vögel bey
Jena». Von 1807 - 09 studierte er in Jena und legte eine Sammlung von 15.000 Vogelbälgen an und
verfaßte mehr als 200 Schriften. |
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Berthold Delbrück (1842 - 1922) |
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| war ab 1869 Professor für vergleichende Sprachwissenschaft, Philologie und Sanskrit und
lehrte als Professor von 1870 bis 1912 an der Salana. 1908 erhielt er für seine Verdienste die Ehrenbürgerwürde
der Stadt Jena und die Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät. |
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Eugen Diederichs (1867 - 1930) |
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| war Verleger. 1896 war der Verlag einst in Florenz gegründet worden bevor er von Leipzig
nach Jena übersiedelte. Als Herausgeber veröffentliche er impressionistische und neuromantische
Literatur. In seiner ersten Ehe war er mit der Dichterin Helene Theodora Voigt verheiratet ehe er 1911 die
Dichterin Lulu von Strauß und Torney ehelichte. Die Ehrenbürgerwürde der Stadt Jena erhielt
Diederichs 1927. |
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Johann Wolfgang Döbereiner (1780 - 1849) |
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| Johann Wolfgang Döbereiner wurde als Sohn eines Kutschers in Hof geboren. Ab 1810 war er
als Professor für Chemie an der Jenaer Universität beschäftigt. Seine Freunde waren Goethe und
der Professor Oskar Ludwig Bernhard Wolff: Eins seiner Verdienste war die Entdeckung der katalytischen Wirkung
des Platins. Döbereiner erfand auch das sogenannte Döbereiner-Feuerzeug. |
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Leberecht Dreve (1816 - 1870) |
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| Leberecht Dreve wurde in Hamburg geboren und studierte von 1836-38 in Jena Jura. Er gehörte
der Burschenschaft und promovierte in Heidelberg zum Dr. jur. 1939 ließ er sich in Hamburg als Advokat nieder. |
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Johann Ernst August Heinrich von Eggeling (1838 - 1911) |
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| der einst in Jena studierte, war der Enkel des Philosophen Jakob Friedrich Fries und
Kurator der Universität zu Jena. Von 1866 - 1880 war Eggeling Erzieher der Prinzen am Hof von
Meiningen. |
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Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814) |
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| war der wichtigste Vertreter des deutschen Idealismus. Für seine Wissenschaftslehre
des Naturrechts und Sittenlehre schuf er in Jena seine Grundlagen. Zwischen 1794 und 1799 lehrte Fichte
an der Jenaer Universität. |
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Gustav Fischer (1845 - 1910) |
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war Gründer, Verlagshändler als auch der erste Leiter des nach ihm
benannten wissenschaftlichen Verlages in Jena. Er kam Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts
nach Jena. Wegen seines Rheumatismus gefiel ihm das Jenaer Klima ganz und garnicht, weshalb er
regelmäßig mit seiner Frau Minna die Alpen und Italien besuchte.
1902 erhielt er die Ehrenbürgerwürde für seine Verdienste. |
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Johann Friedrich I. (1503 - 1554) |
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| genauer Johann Friedrich I. auch genannt der «Großmütige» war ab 1532
Kurfürst von Sachsen und seit 1547 nur noch Herzog von Sachsen. Johann Friedrich war zudem
treuer Anhänger von Luther. Im Volksmund wurde der Herzog/Großherzog auch als Hanfried
betitelt. |
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Jacob Friedrich Fries (* 23. August 1773 in Barby, † 10. August 1843 in Jena) |
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| war ab 1801 Privatdozent bis 1816 Professor der Philosophie an der Salana.
Mit 29 Jahren lernte er die 15 Jahre jüngere Karaline Erdmann kennen, die
er drei Jahre heiratete. Sie schenkte ihm acht Kinder von denen bereits in
jungen Jahren drei von ihnen starben. Fries verlor seine alles geliebte
Gattin im Alter von 32 Jahren an einer Masern- und Scharlachepidemie. |
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Karl Friedrich Ernst Frommann (1765 - 1837) |
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| war Verleger und Buchhändler. Mit seiner Familie zog Frommann 1798 aus Züllichau in
der Mark Brandenburg nach Jena. Der Jenaer Goethekreis traf im Haus des Verlegers. Zu diesem
literarischen und künstlerischen Kreis gehörten die berühmten Jenaer Persönlichkeiten wie Fichte,
Griesbach, Hufeland, Knebel, Loder, Oken, Schelling... Im Haus des Verlegers lernte Goethe die
Pflegetochter Frommanns Wilhelmine Herzlieb, genannt Minchen, kennen, zu der der Dichter eine
innige Zuneigung besaß. |
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Heinrich Funk (1893 - 1981) |
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| war Komponist, Musikpädagoge und -kritiker. |
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Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar) |
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| war in erster Linie Poet - viele glauben, das er nur Dichter war - zudem Naturwissenschaftler,
Kunsttheoretiker und Staatsmann. Goethe gilt als der größte deutsche Dichter und als hervorragende
Persönlichkeit der Weltliteratur. 1806 erhält die Jenaer Universität große Unterstützung
durch den Dichter, vor allem die Professoren, die Hilfe nötig haben, werden von ihm aus privaten Mitteln
finanziert. Goethe verpflichtet an der Universität bedeutende Forscher. Ebenso läßt er
Bibliotheken, Laboratorien und naturkundliche Archive entstehen. Unter Goethes Einfluss entstehen Botanik, Chemie
und Mineralogie als neue Lehrfächer an der Salana. Heute ist noch der Ginkgobaum im Botanischen Garten
von Jena zu bewundern, den Goethe als ersten in Europa gepflanzt hat. Als Staatsmann nannte Goethe Jena voller
Stolz «Stapelplatz des Wissens und der Wissenschaft». Im 18. Jahrhundert konnte sich die Jenaer
Universität problemlos mit den renommierten Universitäten von London und Paris messen, was mich als
Jenenser ebenfalls stolz macht in einer solchen Stadt geboren zu sein. |
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Ernst Heinrich Philipp August Haeckel (* 16. Februar 1834 in Potsdam; † 9. August 1919 in Jena) |
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war ein deutscher Zoologe, Philosoph und Freidenker, der die Arbeiten
von Charles Darwin in Deutschland bekannt machte und zu einer speziellen Abstammungslehre
des Menschen ausbaute. Haeckel war Arzt, später Professor für vergleichende
Anatomie und überdies einer der ersten, die Psychologie als Zweig der Physiologie
verstanden. Er prägte einige heute geläufige Begriffe der Biologie wie Stamm
oder Ökologie. Auch bezeichnete Haeckel die Politik als angewandte Biologie. Ernst
Haeckel entwarf zudem auf naturwissenschaftlicher Grundlage die Weltanschauung des Monismus
oder Entwicklungs-Monismus und gründete am 11. Januar 1906 den Deutschen Monistenbund
in Jena. Haeckel trug durch seine populären Schriften sehr zur Verbreitung des
Darwinismus in Deutschland bei. Er gilt als Wegbereiter der Eugenik und Rassenhygiene,
obwohl er selbst keine eugenische Vorstellungen hatte, weil er fortschrittsoptimistisch
von der Evolution eine Höherentwicklung und keine «Degeneration» erwartete.
Der Deutsche Monistenbund wurde wie auch andere Freidenker-Organisationen 1933 von den
Nationalsozialisten verboten. Nationalsozialistische Ideologen haben Ausschnitte
seiner Aussagen später als Begründung für ihren Rassismus und Sozialdarwinismus
herangezogen.
Ernst Haeckel wurde 1834 als Sohn des Regierungsrates Philipp August Haeckel und
seiner Frau Charlotte geb. Sethe, die aus einer Juristenfamilie stammte, in Potsdam
geboren. 1852 absolvierte Haeckel das Abitur am Domgymnasium von Merseburg. Dann nahm
er in Berlin das Studium der Medizin auf. 1857 und 1858 promoviert Haeckel zum Doktor
der Medizin, danach erhielt er die Approbation.
Haeckel verlobte sich 1858 mit seiner Cousine Agnes Sethe; 1862 erfolgte die Heirat.
1859 bis 1860 betrieb er meeresbiologische Studien im Golf von Neapel. Danach befasste
Haeckel sich erstmals mit Darwins «Entstehung der Arten». 1861 habilitierte er und
wurde über die Entstehung der Arten. 1865 erhielt er die Ehrendoktorwürde in Philosophie
und eine Professur für Zoologie in Jena, die damals zur Philosophischen Fakultät
gehörte.
1867 heiratete Haeckel Agnes Huschke. Der gemeinsame Sohn Walter wurde 1868 geboren, 1871
die Tochter Elisabeth und 1873 die Tochter Emma. Als Forscher unternahm er einige Reisen, so
z. B. nach Norwegen, Dalmatien, nach Ägypten, in die Türkei, nach England, nach
Schottland und nach Griechenland.
Von 1876 an war Haeckel Prorektor der Universität Jena und unternahm Vortragsreisen durch
Deutschland. 1882 bereiste Haeckel erstmals die Tropen, unter anderem auch die Insel Ceylon. 1882
war Haeckel am Bau der Villa Medusa und der Einrichtung des Zoologischen Institutes der
Universität Jena beteiligt, deren Prorektor er 1884 erneut wurde.
1907 unternahm der Forscher seine letzte große Reise nach Schweden. 1908 stiftete Haeckel
das Phyletisches Museum in Jena. 1909 endete Haeckels Lehrtätigkeit.
1910 trat er aus der evangelischen Kirche aus. |
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Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg [Novalis] (1772 - 1801) |
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| In Oberwiederstedt im Harz ist Georg Philipp Friedrich von Hardenberg geboren. Im
Jahre 1790 begann er in Jena zu studieren. Sein Jurastudium schloss Novalis, der sich seit 1798 diesen
Namen als Psudonym zulegte, mit dem besten Examen ab. Novalis gilt als bedeutendster Dichter und zählte
zum Kreis der Frühromantiker. Ebenso studierte Novalis an der Bergakademie in Freiberg Bergwerkskunde,
Chemie und Mathematik. An Schwindsucht starb Novalis am 25. März 1801. |
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Arvid Harnack (1901 - 1942) |
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| studierte in Jena von 1920/23 Rechtswissenschaften, bestand 1933 sein
Examen. Er promovierte als Jurist und Ökonom zum Dr. jur. und Dr. phil. Harnack war als
Oberregierungsrat im Reichwirtschaftsministerium tätig. Als Mitglied der Widerstandsgruppe
um Harro Schulze-Boysen wurde er von der Abwehr enttarnt. Vom Reichskriegsgericht wurde
Harnack zum Tode verurteilt und am 22. Dezember 1942 hingerichtet. |
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Karl August von Hase (1800 - 1890) |
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| Von Hase gilt als einer der führenden deutschen Kirchenhistoriker des 19. Jahrhunderts.
Bereits 1829 wurde der junge evangelische Theologe an die Jenaer Universität berufen. Im Jahr 1833 wurde
ordentlicher Honorarprofessor, 1836 ordentlicher Professor. Erst nach 60-jähriger Dozententätigkeit
ging er in den verdienten Ruhestand. Die Ehrenbürgerwürde der Stadt Jena erhielt der tüchtige
Dozent 1880. |
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Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 - 1832) |
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| Der in Stuttgart geborene Hegel ließ sich 1801 in Jena als Privatdozent nieder. Im selben
Jahr habilitierte er und konnte seit dieser Zeit der Förderung Goethes gewiß sein. Im Jahre 1805 wurde
Hegel als außerordentlicher Professor ernannt und bekam 100 Taler Salär jährlich. Hegel wurde
der Nachfolger Johann Gottlieb Fichtes auf dem Lehrstuhl für Philosophie an der Berliner Universität. |
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Ricarda Huch (* 18. Juli 1864 in Braunschweig; † 17. November 1947 in Schönberg im Taunus, heute Stadtteil von Kronberg; Pseudonym: Richard Hugo) |
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| war Historikerin und Dichterin. Sie promovierte als eine der ersten
Frauen zum Doktor der Philosophie. Die Ehrendoktorwürde der Salana erhielt sie 1946.
Im Haus Nr. 26 des Ricarda-Huch-Wegs wohnte die Dichterin und Historikerin Dr. phil.
Dr. h. c. von 1939 bis 1947. Viele Ehrungen erhielt sie zu ihrem 82. Geburtstag.
Sie wurde auf dem 1. Deutschen Schriftstellerkongreß 1947 als Ehrenvorsitzende
gewählt. Nur wenige Tage - 17. November - nach dieser Wahl verstarb die Dichterin
in Schönberg, welches heute ein Ortsteil Kronberg im Taunus ist. |
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Christoph Wilhelm Hufeland (1762 - 1836) |
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| Sein Name ist unmittelbar mit der Herausbildung der Naturheilkunde verbunden.
Mit seinen mehr als 400 Schriften zählt er zu den bedeutendsten Publizisten der Medizingeschichte.
Der sächsische Herzog Karl August berief ihn 1793 als Professor an die Jenaer Universität,
wo er bis 1798 an der Salana wirkte. |
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Friedrich Heinrich Alexander Freiherr von Humboldt (* 14. September 1769 in Berlin; † 6. Mai 1859 in Berlin) |
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| war Forschungsreisender, der heute als einer der bedeutendsten deutschen Naturforscher
und Begründer der physischen Geografie gilt. Während seines Aufenthalts in Jena wohnte er in
der Postgasse - heute Ludwig-Weimar-Gasse. Er hörte sich Vorlesungen in der Salana über Anatomie
und Astronomie an. Auch hatte er Kontakt zu Schiller. |
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Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand Freiherr von Humboldt (* 22. Juni 1767 in Potsdam; † 8. April 1835 in Tegel) |
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| war preußischer Staatsmann, Diplomat und Sprach- und Kunstwissenschaftler.
Von 1794 bis 1797 war Wilhelm Humboldt mit seiner Frau Caroline von Dacheröden in Jena.
Hier bestätigte er sich als Berater und Mitarbeiter von Goethe und Schiller. |
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Friedrich Ludwig Jahn (1778 - 1852) |
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| Jahn ist der Begründer der bürgerlichen Turnbewegung. Sogleich gilt er als geistiger
Vater der Burschenschaften. Friedrich Ludwig Jahn ist ferner der wichtigste Vorkämpfer für die
Einheit Deutschlands. Im Alter von Jahren weilte er 1798 erstmalig in Jena. Auf seine akademische Laufbahn
vorbereitend, erlebte Friedrich Ludwig die Niederlage der Preußen Truppen gegen Napoleon in der
Schlacht von Jena und Auerstedt selbst mit. Weil er sich zwischen den Toten der Schlacht versteckte, entging
er der Gefangennahme. 1817 verlieh die Jenaer Universität Jahn die Ehrendoktorwürde. |
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Karl Ludwig von Knebel (1744 - 1834) |
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Knebel war preußischer Offizier, Poet und Übersetzer antiker Werke, der 1805 nach
Jena zog.
Karl Ludwig von Knebel, der einst im Schloß Wallerstein in Franken geboren wurde, machte ein Studien
der Rechtswissenschaften in Halle. Er ging in das Regiment des Kronprinzen von Preußen und beendete
seinen Militärdienst 1774. Den jungen Johann Wolfgang von Goethe lernte Knebel in der Zeit kennen, in
der er Hofmeister und Erzieher am Weimarer Hof war. 1798 lebte der 54-jährige Karl Ludwig in Ilmenau,
wo er im gleichen Jahre die 21-jährige Opernsängerin Luise Ruhdorff (1777 - 1852) kennenlernte und
auch heiratete. |
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Franz Liszt (* 22. Oktober 1811 in Raiding, damals Königreich Ungarn, heute Österreich (Burgenland); † 31. Juli 1886 in Bayreuth) |
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| war Komponist und gilt als bedeutendster Schöpfer der klassischen Musik.
Sein eigentlicher Name ist Ferenc Ritter von Liszt. Liszt galt als wohlwollender Freund der
Lehranstalt wegen seiner Choraufführungen in der Universitätskirche anläßlich
des Jubiläums der Lehranstalt wie auch seiner Requien bei der Erinnerungsfeier der gefallenen
Commilitonen im Feldzug 1870/71. Liszt war 1842 Ehrenbürger der Stadt Jena. |
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Martin Luther (eigentlich Luder, * 10. November 1483 in Eisleben; † ebenda 18. Februar 1546) |
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| war in erster Linie Theologe, ebenso Dichter und Übersetzer der Bibel. Er gilt
als der geistige Vater der Reformation. Martin Luther war zwischen den Jahren 1521 und 1537 insgesamt
zehnmal in Jena. Während seines Aufenthalts im Jahre 1522 lernten sich Luther und der damalige
Student Johann Keller aus St. Gallen kennen. Beide waren auf den Weg nach Wittenberg - Luther als Junker
Jörg verkleidet. Diese berühmte Szene hat der Kunstmaler Otto Schwerdgeburth (1785 - 1878)
auf einem Ölgemälde, welches heute im Hotel Schwarzer Bären hängt, für die
Nachwelt festgehalten. |
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Thomas Mann (* 6. Juni 1875 in Lübeck; † 12. August 1955 in Zürich) |
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| gilt als einer der größten deutschen Romanciers des 20. Jahrhunderts.
1929 erhält Mann den Nobelpreis für Literatur. Im Jahr 1955 verlieh ihm die Jenaer
Universität die Ehrendoktorwürde. Seine Erzählung «Schwere Stunden»
aus dem Jahre 1905, die er anlßlich des 100. Todestages von Friedrich Schiller verfaßte,
handelt aus dem Dezember 1796 in Jena, in dem Schiller seinen «Wallenstein» schrieb. |
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Lorenz Oken (1779 - 1851) |
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| war Naturforscher und Naturphilosoph. In nahezu allen Bereichen der Natur forschte er
und machte zahlreiche neue Beobachtungen auf den Gebieten der Anatomie, Physiologie und Zoologie.
Erst 27-jährig wurde der vor zwei zuvor habilitierte Oken auf Fürsprache Goethes zum
außerordentliche Professor für Medizin an der Jenaer Universität berufen. Die
Zeitschrift «Isis», die für alle Wissenschaften dienen sollte, brachte Oken 1816
heraus. Drei Jahre später verbot man die Zeitschrift und Oken wurde aus dem Lehramt entlassen. |
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Hermann Pistor (1875 - 1951) |
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| ist in Sonneberg geboren worden. Er lernte den Beruf eines Optikers und war von 1919 bis 1951
der Direktor der Fachschule für Augenoptik in Jena. 1950 verlieh man ihn die Ehrenbürgerwürde
der Stadt Jena. |
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Adolf Reichwein (1898 - 1944) |
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| Adolf Reichwein war Reformpädagoge, Professor für Staatsbürgerkunde
und Geschichte. Er gilt als der Gründer des Volkshochschulheim am Beutenberg. Als promovierter
Pädagoge war Reichwein zwischen 1923 bis 1929 als Sekretär der Volkshochschule tätig.
Direktor der Heimvolkshochschule wurde er 1925. Als Mitglied des «Kreisauer Kreises»
verhaftete ihn 1944 die Gestapo. Der Volksgerichtshof verurteile Adolf Reichwein am 20. Oktober
1944 zum Tode, und am selben Tag fand auch die Hinrichtung statt. |
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Theobald Renner (1779 - 1850) |
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| Er wurde 1779 in Bremen geboren. Um 1800 studierte er an der gerade gegründeten
Berliner Tierärztlichen Hochschule, ging im Anschluss als Tierarzt nach Russland. 1811 wurde er
an die Moskauer Universität als Professor der Tierheilkunde berufen. Im selben Jahr verlor er
sein gesamtes Hab und Gut bei der französischen Besetzung der Stadt. Er nahm als Arzt und Tierarzt
in einem Kosakenregiment am Feldzug gegen Napoleon 1814 teil. Danach war er Privatlehrer in Berlin.
Wieder als Professor kam er an die gerade gegründete Jenaer Veterinärschule. Renner lebte und
wirkte bis zu seinem Tod am 13. Februar 1850 in Jena. |
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Werner Rolfinck (1599 - 1673) |
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| war seit dem Jahre 1629 Professor an der Salana und hatte sechsmal das Amt des Rektors
inne. Rolfinck galt einst als führender Gelehrter in Europa. |
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Leo Sachse (1843 - 1909) |
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| war Dr. phil. Professor und Gymnasialdirektor als auch Mathematiker und Heimatdichter.
Bekannt sind seine zwei Gedichtsbände «Waldesrand und Meeresstrand» und «An der
Saale hellem Strande». Er soll seinen Schüler Friedrich Gottlob Frege am Gymnasium zu
Wismar bewogen haben, zu einem Mathematikstudium nach Jena zu kommen. |
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Karl Julius Traugott Hermann Schaeffer (1824 - 1900) |
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| war Mathematiker und Physiker. Schaeffer lehrte als Privatdozent und von 1878 an als
ordentlicher Professor auf dem Gebiet der Experimentalphysik. |
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Friedrich Schiller (1759 - 1805) |
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| war Dichter von weltliterarischem Rang und Historiker. Sehr bekannt ist seine am 26.
Mai 1789 gehaltene Antrittsrede als au&szli;erordentlicher Professor für Philosophie an der
Salana, die 1934 zu Ehren des deutschen Dichters seinen Namen erhielt. Nach ihm wurde 1881 die
Mönchsgasse in Schillergässchen umbenannt und 1889 wurde in der Innenstadt eine Straße
Schillerstraße benannt. |
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August Wilhelm Schlegel (1767 - 1845) und Friedrich Schlegel (1772 - 1829) |
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| Beide Brüder lebten kurze Zeit in Jena. 1798 wurde August Wilhelm Schlegel
zum Theologieprofessor berufen. Beide Schlegels gehörten zum Kreis der Jenaer Frühromantiker.
Für kurze Zeit lebten die Brüder, August Wilhelms Ehefrau Caroline und Dorothea Veit zu viert
in einem Hinterhaus der Leutragasse 5. 1801 zog August Wilhelm nach Berlin, später dann nach Bonn.
Sein Bruder konnte an der Jenaer Universität als Privatdozent habilitieren, ihn zog es aber weil
er seine akademischen Pläne nicht umsetzen konnte nach Berlin. Später ging er nach Paris und
Wien, wo er in den österreichischen Staatsdienst eintrat. Seit 1828 lebte er in Dresden, wo er
Vorlesungen über die Philosophie der Sprache und des Wortes bis zu seinem Tod im Jahre 1829 hielt. |
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Caroline Albertine Schlegel-Schelling (1763 - 1809) |
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| Caroline Albertine Schlegel-Schelling - geborene Michaelis - war als Frau mit August Wilhelm
Schlegel von 1796 bis 1801 verheiratet bevor sie 1803 Friedrich Wilhelm Joseph ehelichte. Sie hatte als
Frühromantikerin großen Anteil am Schaffen von Schlegel. Sie hatte den Ruf einer der geistreichsten
Frauen ihrer Zeit gewesen zu sein. |
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Friedrich Otto Schott (1851 - 1935) |
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| Otto Schott war deutscher Chemiker, der die Voraussetzungen für die moderne
technische Glasherstellung entwickelte. Zusammen mit Ernst Abbe, Carl Zeiß gündeten
sie das Jenaer Glaswerk «Schott & Genossen». |
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Karl Julius Moritz Seebeck (1805 - 1884) |
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| war Universitätskurator an der Salana und Altertumswissenschaftler. Große
Verdienste um die Berufungspolitik und den Aufbau von Instituten und Kliniken hatte sich Seebeck erworben.
Er war Mitbegründer des Vereins für Thüringer Geschichte und Altertumskunde. 1858 wurde er
für seine Verdienste an der Universität zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. |
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Ludwig Tieck (1773 - 1853) |
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| Am 31. Mai 1773 wurde Ludwig Tieck geboren. Er wuchs in Berlin und studierte Geschichte,
Philosophie sowie alte und neue Literatur in Halle, Göttingen und Erlangen. Erstmals weilte Tieck
bei Schlegel im Jahre 1797. Von 1799 bis 1800 war Tieck in Jena, wo er freundschaftliche Beziehungen
zu Novalis, zu den beiden Schlegels und Schelling hatte. 1801 ging Tieck mit seiner Familie, seine Frau
- eine Tochter des Predigrs Alberti - hatte er 1798 geheiratet, auf ein Landgut nach Ziebingen bei
Frankfurt/Oder, wo er mit Unterbrechungen bis 1819 wohnte. Im Anschluss zog es Tieck von 1819 bis 1841
nach Dresden. Hier gab er abendlich Vorlesungen und übernahm ab 1826 die Herausgabe und Vollendung
der von August Friedrich Schlegel begonnene Shakespeare-Übertragung. König Friedrich Wilhelm IV.
holte Tieck 1841 nach Berlin, wo er kränkelte und deshalb meist an das Haus gefesselt war. Am 28. April
1853 starb Tieck, der bis zu seinem Tod ehrenvoll und sorgenfrei leben konnte. |
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Curt Unckel (* 17.04.1883 - † 10.12.1945) |
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| Siehe www.indianerwww.de/indian/unckel_curt.htm.
Ebenfalls Seite von mir, wo Sie umfangreiche Informationen erhalten. |
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Grete Unrein (1872 - 1945) |
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| Grete Unrein war die älteste Tochter von Ernst Abbe. Sie war mit dem Direktor des
Jenaer Lyzeums - heute Gesamtschule «Grete Unrein» - Prof. Dr. Otto Unrein verheiratet
und gebar drei Kinder. Für ihre Verdienste um das Allgemeinwohl verlieh ihr die Saalestadt das
Ehrenbürgerrecht. Sie war auch Erste Vorsitzende des Patriotischen Instituts des Frauenvereins des
Deutschen Roten Kreuzes. In ihrem Haus Johann-Friedrich-Straße 3 verstarb die couragierte Frau im
Jahre 1945. |
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Dorothea Veit (1763 - 1839) |
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| Dorothea Veit - geborene Brendel Mendelsohn - wurde als älteste Tochter des
jüdischen Aufklärers und Philosophen Moses Mendelsohn (1728 - 1786) in Berlin geboren. Nach
der Scheidung vom jüdischen Bankier Simon Veit lernte Dorothea Veit den Schriftsteller Friedrich
Wilhelm Carl Schlegel (1772 - 1829) kennen, mit dem sie nach Jena ging. Nach dem Übertritt zum
Protestantismus heirate sie Friedrich Schlegel. Vier Jahre nach der Heirat konvertierte das Paar zum
Katholizismus. Dorothea Veit gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der deutschen
Frühromantik. |
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Erhard Weigel (1625 - 1699) |
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| war Astronom, Mathematiker und Pädagoge. Ab 1653 war er Professor für
Mathematik und war einer der bedeutendsten Gelehrten der Salana im 17. Jahrhundert. Der Jenaer Gelehrte
und Frühaufkärer trat für die gregorianische Zeitrechnung ein. Zu Weigels-Zeiten galt immer
noch der Römische Kalender, der nach Mondjahren rechnete, der wiederum bereits den Julianischen Kalender
den Julius Cäsar 46 v. Chr. einführte, ablöste. Ein halbes Jahr nach dem Tod des Gelehrten
wurde erst der Gregorianische Kalender für ganz Deutschland eingeführt. |
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Carl Friedrich Zeiß (1816 - 1888) |
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| Am 19. November 1846 gründete der in Weimar geborene Carl Friedrich Zeiß
seine erste Werkstatt in Jena. Damit legte er den Grundstein für ein Unternehmen, welches sehr
bald Weltruhm erlangte. August Löber, Zeiß erster Lehrling wurde auch gleich der erste
Werkmeister des Unternehmens. Seit 1861 war Zeiß Universitätsmechanikus und Lehrbeauftragter.
Anläßlich des Todes 1888 wurde Litterplatz in der Innenstadt von Jena in Zeiß-Platz
umbenannt - später in Carl-Zeiß-Platz. Ein Teil der Tatzendpromenade in Jena-West wurde von
der Mühlenstraße bis zur Lichtenhainer Straße zur Carl-Zeiß-Promenade. Die
Littergasse (Leutragäßchen) in der Innenstadt erhielt den Namen «Carl-Zeiß-Stra;szlig;e». |
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Sylvie von Ziegesar (1785 - 1858) |
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| Als Tochter des Gothaer Geheimrats August Friedrich Carl und Magdalene Auguste von
Ziegesar geb. von Wangenheim wurde Sylvie von Ziegesar auf dem Drackendorfer Gut geboren. Sie war
befreundet mit der Malerin Louise Seidler und Pauline Gotter, die später die Frau des Jenaer
Professor Friedrich Wilhelm Schelling wurde. Mit siebzehn Jahren - im Jahre 1802 - lernte Sylvie von
Ziegesar den damals bereits 53-jä,hrigen Johann Wolfgang von Goethe kennen. Er weile zwischen 1776
bis 1814 mehrfach bei der Familie Ziegesar. Sylvie von Ziegesar heiratete 1814 den Professor und
GarnisonspredigerFriedrich August Koethe. Für das erste Kind wurdeGoethe Pate. In
Großneuhausen bei Buttstädt starb Sylvie von Ziegesar im Jahre 1858. |
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