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Geschichte von Jena - Hausbergburgen, Greifberg, Kirchberg, Wintberg - Kunitzburg, Lobdeburg ... |
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Übersichtskarte der Hausbergburgen und Umgebung von 1800 gezeichnet 1830
700,2 kB = 250 Sek. bei 28,8 Kbit/s.
Oberhalb der Stadt Jena standen auf drei gegenüberliegenden Bergen die Burgen der Gleisberger,
der Kirchberger und der Lobdeburger. Auf dem Hausberg waren auf noch nicht einmal 1 Kilometer Länge
gleich drei Burgen errichtet worden, die zur gleichen Zeit existierten. Die Lobdeburg in Lobeda besaß
sogar eine sogenannte Vorburg, in deren Nähe unterhalb des Berges eine zweite Burg errichtet wurde.
In der Saaleaue - dem heutigen Stadteil Burgau stand auf einem Bergrücken noch die Burgauer Burg.
Also gleich acht Burgen befanden sich auf den Bergen um Jena, die sich gegenseitig bekämpften. Ob dies
Sicherheit bedeutete? Wohl nicht.
Auf dem Reichstag zu Erfurt im Jahre 1289 beschloss Kaiser Rudolf I. die Raubritter in Thüringen zu
bekämpfen. Nur ein Jahr später wurden 65 Burgen zerstört und ihre Ritter enthauptet. Zu diesen
zerstörten Burganlagen gehören die Lobdeburg und Gleisburg - die letztere Burg ist heute als Kunitzburg
bekannt. Zu dieser Zeit lebte auf der Lobdeburg ein sogenanntes Minsterialengeschlecht - ein Beamter, der im
Frühmittelalter ein unfreier Verwalter für Königsgüter, auch für den Adel und für
die Klöster tätig war und im Hochmittelalter sich aus dieser Schicht der Stand des Dienst- bzw.
Ministerialadels herausbildete. Die einstigen Burgherren hatten ihren Wohn- und Regierungssitz auf die
Leuchtenburg verlegt. Die Herren von Gleisberg ihrerseits waren mit zahlreichen Verkäufen beschäftigt.
Durch die kaiserlose Zeit wurde das Raubrittertum begünstigt und brachte Reich und Thüringen unruhige
Jahre. In Thüringen lag der Landgraf Albrecht II. der Entartete, auch der Unartige (* 1240;
† 13. November 1314 - nach anderen Quellen am 20. November 1314 bzw. im Jahre 1315 - in Erfurt) aus dem
Geschlecht der Wettiner war zunächst Landgraf von Thüringen - lag mit seinen Söhnen Friedrich
und Dietrich im Streit. Grund dafür waren Erbschaftsangelegenheiten.
Wegen Landfriedensbruch durch den Burggrafen Otto von Kirchberg und der Klage der Stadt Erfurt befahl der
Landgraf von Thüringen 1304 die Hausbergburgen zu zerstören. Es beteiligten sich an der Einnahme der
Hausbergburgen die Bürgerwehren der Städte Erfurt, Mühlhausen, Nordhausen und Jena. Auch die
Lobdeburger beteiligten sich an der Belagerung, in dessen Verlauf die Burgen Kirchberg und Windberg - auch
manchmal Wintberg geschrieben - belagert, gestürmt und zerstört wurden - Greifberg hingegen blieb
erhalten. Kirchberg wurde nicht wieder aufgebaut, nur der Turm - eins der Sieben Wunder von Jena - vulpecula
turris - auch als Fuchsturm bekannt - ist erhalten geblieben.
Über die Burgherren der Hausbergburgen wird später noch mehr hier erscheinen. |
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Buchtipp
Und hier ein Buchtipp zum Thema
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