Jena, kreisfreie Stadt im Saaletal (Thüringen)
Jena, Geschichte von Jena - 2. Weltkrieg


Aus der Geschichte von Jena: 2. Weltkrieg - Feuersturm über Jena

Es gibt nichts Schlimmeres als Krieg. Wer möchte eigentlich Krieg? Wahnsinnige Politiker wie Adolf Hitler und die Rüstungsindustrie, die mit ihm Millarden verdienen.

Jena wurde mehrfach wegen der Zulieferung von optischen Geräten für die Rüstungsindustrie im 2. Weltkrieg zum Ziel von Angriffen der Alliierten.

60 Prozent und mehr des Gesamtumsatzes wurden durch die Herstellung von Militärtechnik zwischen den Jahren 1936 und 1937 vom Zeiß-Werk verdient.

Jena ist nach dem Krieg neben Nordhausen die zweitstäkste zerstörte Stadt in Thüringen.

17. August 1940 Um 0.38 Uhr fielen 4 Bomben auf das Gelände des Saalbahnhofes.
27. Mai 1943 Um 21.31 Uhr erfolgte ein Angriff auf das Zeißwerk.
9. Februar 1945 100 Flugzeuge bombardieren um 12.16 Uhr die Innenstadt. Es gab 98 Tote, 53 Schwer- und 204 Leichtverletzte. Die Universitätsbibliothek erhält einen Volltreffer.
23. Februar 1945 fielen 150 Bomben auf das Nordgebiet, Kieshügel um 11.41 Uhr.
10. März 1945 warfen drei Flugzeuge 12 Bomben auf Lichtenhain und Beutenberg ab.
17. März 1945 Zwischen 13.03 und 13.26 Uhr erfolgt ein Fliegerangriff mit 90 Flugzeugen, die 400 Bomben auf Jena-Ost, das ZeißSüdwerk und Schott abwerfen. Fazit: 138 Tote, 210 Schwer- und 148 Leichtverletzte, vermißt 12 Personen und 54 Häuser zerstört und 82 stark beschädigt worden.
19. März 1945 war der schwerste Angriff. Er begann um 13.17 und dauerte bis 13.32 Uhr. 200 Bombenflugzeuge griffen Jena an. Sie kamen von Lobeda, überflogen die Wöllnitzer Wiesen und bombardierten die Innenstadt. Im Bombenhagel blieb um 13.17 Uhr an der Stadtkirche die Turmuhr stehen. 134 Tote waren zu beklagen, 123 Schwerverletzte, Hunderte Leichtverletzte und 35 Vermißte. 218 Häuser der Innenstadt waren zerstört.
9. April 1945 Angriff auf den Saalbahnhof und nebenstehende Gebäude, ca. 100 Tote.
 
Im Bombenhagel des Angriffes vom 19. März gingen die Rathausgasse, Löbderstraße, Teile der Leutra- und Johannisstraße und die Weigelstraße unter. Von der Rathausgasse - zwischen Löbderstraße/Ecke Kollegiengasse und Am Kreuz - ist nur das Rathaus schwer beschädigt übriggeblieben.

Die Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters und späteren «Collegium Jenense» wurde ebenfalls 1945 durch Bomben zerstört.

Als bedeutendstes Haus muß man das Bachsteinsche Haus aufzählen, welches durch den Bombenhagel bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Ebenso verloren waren Burgkeller, die Schrammei und der Siedelhof. Aus dem Turm der Stadtkirche schlugen die Flammen. Mehr als 4000 Wohnungen zerstört = 1187 Häuser, 140 Geschäfte vernichtet, 25 Prozent der Produktionsanlagen des Zeißwerkes und 40 Prozent der Universitätseinrichtungen waren im Hagel der Brand- und Sprengbomben untergegangen - zerstört, darunter auch unersetzliche Kulturbauten.

Die Angriffe forderten 709 Jenaer Einwohner das Leben und brachten mehr als 2000 Verletzte.

Mit größten Anstrengungen wurden nach Kriegsende die Trümmermassen beseitigt.
Quelle: Landeszeitung, März 1971
Landeszeitung, März 1980
 

Einige Erläuterungen Der 2. Weltkrieg begann mit dem Angriff auf Polen ohne vorheriger Kriegserklärung am 1. September 1939 um 4:45 Uhr und endete mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945.

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