Jena, kreisfreie Stadt im Saaletal (Thüringen)
Ausflüge, Ausflugsziele und Autotouren rund um Jena bis 100 km


Ausflüge, Ausflugsziele und Autotouren rund um Jena

Ausflugsziele um Jena bis ca. 100 km

   
Großer Inselsberg Großer Inselsberg
Der Große Inselsberg ist der höchste Berg im Nordwesten des Mittleren Thüringer Waldes. Nach dem Großen Beerberg mit 982 m, dem Schneekopf mit 978 m und dem Großen Finsterberg mit 944 m der vierthöchste Berg in Thüringen. Nächster Ort ist der Kurort Brotterode ca. 3 km südlich der Bergspitze.
Großer Inselsberg Um 1250 wurde der Berg als Enzenberc erstmalig erwähnt. Herzog Ernst der Fromme von Gotha ließ im Jahr 1649 auf dem Berg eine Gipfelhütte für Waldwart und Jäger errichten. Um 1750 wurde im Auftrag von Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha und Altenburg auf dem Plateau ein kleines Observatorium für astronomische Beobachtungen und Landvermessungen erbaut, welche Gauß für sein Messnetz nutzte.
Nicht nur der Rennsteig verläuft über dem Großen Inselsberg und der Bergwanderweg Eisenach-Budapest, sondern auch die ehemalige Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Gotha und dem Kurfürstentum Hessen. Auf beiden Seiten wurden je ein Gasthaus errichtet. Auf der hessischen Seite entstand 1810 der heutige Berggasthof Stöhr und auf der gothaischen 1852 der heutige Berggasthof Stadt Gotha. Zahlreiche Stürme im Jahres 1836 zerstören das Gasthaus, so dass 1851 ein geräumigeres Gasthaus auf Gothaischer Seite entstand und auf hessischer nur ein kleineres. Auf der Stelle des alten Gebäudes wurde ein Aussichtsturm errichtet. Ein Jugendgästehaus errichtete man in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, aus dem später die heutige Jugendherberge hervorging. Bis 1977 gab es eine Wetterstation.
Der Inselsberg zählt zu den bedeutsamsten Ausflugsbergen in Thüringen. Der Gipfel des Berges wurde mit einer Straße und Parkplätzen für den Besucherverkehr erschlossen, sodass auch Bewirtungs- und Beherbungsbetriebe entstehen konnten.
Auf dem Kleinen Inselberg unweit des Inselsberggipfels existiert eine 1000 m lange Sommerrodelbahn und für Wintersportler eine Liftanlage und ein Abfahrtshang.
Den besten Ausblick auf die Umgebung hat man am Nordhang, im Bereich der Jugendherberge und der beiden Berggasthöfe. Zu sehen sind in Süd- und Ostrichtung die Rhön, Dolmar, Gleichberge/Ettersberge, Erfurter Steigerwald, nach Norden Hainich, Kyffhäuser, Harz, Hörselberge und in westlicher Richtung Wartburg, Hoher Meißner, Hainich, Hörselberge und das Eichsfeld.
Auf dem Inselsberg befindet sich eine Sendeanlage für UKW und TV mit zwei Sendetürmen, die 1939 und 1974 errichtet wurden. Das Sendegebiet reicht im Norden bis nach Niedersachsen in der Nähe von Hannover und im Südwesten vom nördlichen Baden-Württemberg über das gesamte Nordbayern bis nach Nordrhein-Westfalen. Auch in Teilen von Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind die vom Großeen Inselsberg abgestrahlten Programme zu empfangen.

Nur ca. 11 Kilometer vom Großen Inselberg entfernt, befindet sich der Trusetaler Wasserfall, der Trusetaler Zwergengarten und das Besucherbergwerk Hühn. Wenn man schon mal hier ist, sollte man diese Touristenattraktionen gleich mitbesuchen. Mehr zum Thema siehe "Trusetaler Wasserfall" - ganz unten auf dieser Webseite.

Kontakt:
Berggasthof Stöhr
Grosser Inselsberg
98599 Brotterode
Tel.: (036840) 3 24 25
Tel.: (036840) 3 04 48

Öffenungszeiten:
Mo. geschlossen.
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Kloster Paulinzella Kloster Paulinzella
Zwischen 1102 und 1105 wurde die Einsiedelei Paulinzella von der sächsischen Adligen Paulina, die Tochter des Truchsessen Moricho vom Hofe des Königs Heinrich IV., gegründet. Der König hatte Moricho 1068/69 24 königliche Güter zu Gebstedt geschenkt. Moricho, der laut einer weiteren Urkunde ein Bruder des Bischofs Werner von Merseburg war, überließ sie vor seinem Eintritt ins Kloster zu Hirsau seiner Tochter Paulina, die ihren Wohnsitz zuvor in Gatterstedt bei Querfurt hatte.

Paulina erwarb in der Nähe der Güter noch die Vorwerke Hengelbach, Liebringen und Nahewindten. Die eigentliche Gründung des ursprünglich Marienzelle genannten Klosters in der frühen fränkischen Siedlungszeit geht einer Legende nach auf einen Reiseunfall Paulinas in dem zuvor unbesiedelten Waldtal zurück.

Im Jahre 1106 wurde mit der Errichtung des Klosterkomplexes begonnen. Bereits 1107 trat es der Hirsauer Kongregation bei. Es wurde nach dem Vorbild der Klosterkirche in Hirsau erbaute wurde 1124 geweiht. Schnell erreichte es reichen Besitz. Im Eigentum des Klosters befanden sich 19 Dörfer und an 52 anderen Orten besaß es weitere Güter. Besondere Rechte hatte das Kloster an insgesamt über 100 Orten. Aber der ökonomische Mittelpunkt des Klosters und seiner Dörfer lag in der heutigen Wüstung Neusis, einem Ort nahe Gösselborn.

Während der Zeit als der dritte Abt amtierte, erhielt er 1195 vom Mainzer Erzbischof die Inful verliehen. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts war Paulinzella ein Doppelkloster, danach wurde es ein Mönchskloster. Im Kloster wirkten 27 namentlich bekannte Äbte. Als Schirmvogte galten die Grafen von Schwarzburg. Zwischen 1133 und 1153 war es Sizzo der III. In Lehnsverhältnissen standen einige adlige und begüterte Familien aus der Nähe.

Das Patronsrecht übten die Äbte des Klosters über 24 Kirchen oder Kapellen aus. Das Kloster existierte über 400 Jahre. Im Bauernkrieg wollte man die Selbstständigkeit erringen und mit der Einführung der Reformation 1533 durch die Schwarzburger Grafen begann der Untergang des Klosters. Der letzte Abt war Johann V. Schidt aus dem Nachbardorf Milbitz, der von 1528 bis zur Auflösung 1541/42 amtierte. Im Jahre 1542 war man zur weltlichen Gerichtsbarkeit übergegangen. Die Güter des Klosters wurden verpachtet oder von Amtsleuten verwaltet. Nicht nur des Kirchenschatzes bemächtigte sich Heinrich von Leutenberg, sondern er übernahm auch alle Besitzungen.

Zur Zeit des Bauernkrieges plünderte man das Kloster. 1547 kam es in den Besitz der Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt, die aus sieben Orten das Amt Paulinzella errichteten (1803 wurde es um das Amt Ehrenstein vergrößert und 1851 kam Paulinzella zum Amt Stadtilm).
Ein allmählicher Verfall der gesamten Klosteranlage begann nach dessen Aufhebung. Es wurde dann sogar zur Gewinnung von Sandstein für Bauzwecke verwendet. Die gesamte Anlage brannte nach 1600 aus und wurde zur Ruine. Im Jahre 1680 erneuerte man Teile der Klosteranlage.

Während des 18. Jahrhundert entstand nahe der Anlage ein Jagdschloss der Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt. Schon seit dem späten 18. Jahrhundert begann man mit behutsamen Sicherungsmaßnahmen an der Klosterruine. Die um die Ruine befindliche Ansiedlung erhob man im 19. Jahrhundert zur Gemeinde Paulinzella.

Während der Zeit der Romanik und Romantik nahm das Kloster Paulinzella eine bedeutende Stellung ein. Das Kloster war nach dem Vorbild der Hirsauer Kirche erbaut worden und hatte bis zur völligen Zerstörung der Hirsauer Kirche 1692 große Bedeutung der Hirsauer Reformbewegung im Kirchenbau erlangt. Um 1800 erlangte die Ruine eine besondere Bedeutung durch die romantische Hinwendung zur Vergangenheit.
Schon Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller waren tief von der verfallenen Klosteranlage beeindruckt. Als romanisches Kirchenbauwerk zählte die Klosterruine aus dem 12. Jahrhundert schon zu den bedeutendsten Baudenkmälern zur Zeit der DDR.

Strecke: vom Stadtzentrum Jena bis Kloster Paulinzella ca. 70 km = ca. 55 min. Fahrtzeit mit PKW.

Kontakt:
Klosterruine Paulinzella
Paulinzella 3
07422 Rottenbach
Tel.: (036739) 3 11 43
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Miniwelt Lichtenstein in Sachsen Miniwelt Lichtenstein (Sachsen)
Bei Jules Verne benötigte man noch 80 Tage um die Welt. Die Miniwelt Lichtenstein in Sachsen ermöglicht dies bereits an einem einzigen Tag. Hier besuchen Sie berühmte Monumente und Sehenswürdigkeiten, ebenso kulturelle Stätten, Gebäude und Denkmäler aus allen Kontinenten der Erde.
In der Miniwelt sind alle Modelle detailgetreu wie in der Wirklichkeit in einem Maßstab 1 : 25 dargestellt. Bewundern Sie den Eifelturm, die Pyramiden von Giseh, die Chinesische Mauer, die Pyramide der Gefiederten Schlange (Kukulcan) in Chichen Itza und vieles mehr.
In der Miniwelt sind Erlebnisse garantiert wie Führungen, Vorführungen und Events, aber man kann auch den Modellbauern in der Schauwerkstatt über die Schultern sehen.
Kinder können einen Airbus abheben sehen, Loks und Züge steuern und während des Rundgangs durch die Miniwelt technische Modelle durch Knopfdruck aktivieren. Ferner erwartet sie ein Spielplatz.
Aber nicht nur auf der Erde können Sie wandeln, sondern auch durch den Weltraum fliegen. Ein Minikosmos wird auf einer 12 Meter im Durchmesser großen Leichtmetallkuppel mithilfe der Glasfasertechnologie projiziert. Mehr als 7000 Planeten und Sterne sind zu sehen, Sie können mit dem Space Shuttle durch das Weltall fliegen, ferne Planeten erkunden oder durch die Milchstraße bis ans Ende der Welt reisen. Zahlreiche interessante Shows werden geboten wie die "Entstehung des Lebens", die "Sieben Weltwunder der Antike" und spezielle Programme für Kinder, die von Fachpädagogen entwickelt worden, und natürlich auch Musikshows. Der Minikosmos bietet 74 Sitzplätze.

Etwas Essen und Trinken nach landestypischen Gerichten ist in der Gaststätte "Am Tor zur Welt" möglich.

Strecke: vom Stadtzentrum Jena bis Miniwelt Lichtenstein ca. 94 km = 70 min. Fahrtzeit mit PKW.

Kontakt:
Miniwelt GmbH
Chemnitzer Strasse 43
09350 Lichtenstein
Telefon (037204) 7 22 55
Telefax (037204) 7 22 57
eMail: info@miniwelt.de

Öffenungszeiten:
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Rosengarten Bad Langensalza Rosengarten Bad Langensalza
Der Rosengarten befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kurpromenade. Auf einem 18000 Quadratmeter großem Areal - einem ehemaligen Fabrikgelände - werden den Augen des Besuchers seit 1999 fast 500 Rosenarten und Rosensorten dargeboten.

Von Juni bis Oktober gedeihen im Zentrum des prachtvollen Gartens historische und Englische Rosen, Wild- und Edelrosen, aber auch Rosenhochstämme und Bodendeckerrosen, aufgelockert durch Stauden und Gehölze. Wandeln Sie durch diese eindrucksvolle Oase - einem blühenden und durftenden Farbenmeer.

Als Königin aller Blumen ist die Rose unbestritten. Keine andere Pflanze hat die Phantasie der Menschen so angeregt wie sie.

Skulpturen der Künstler Gert van Acker und Harald Stieding setzen weitere Akzente im Rosengarten Bad Langensalza.

Bereits 1870 wurden in Ufhoven und Langensalza Rosen angebaut. Ein gärtnerischer Großbetrieb übernahm später die Züchtung und Rosenproduktion. In zahlreichen neuen Sorten sind die Züchtungserfolge der Bad Langensalzaer ersichtlich. Am Eingang des Rosengartens kann sich der Besucher im Rosenmuseum mit den Erfolgen der Bad Langensalzaer Rosenzucht vertraut machen.

Der Stadt Bad Langensalza wurde im Juni 2002 vom Verein Deutscher Rosenfreunde e. V. der Titel "Rosenstadt" verliehen, auf das die Stadt und ihre Einwohner stolz sind.

Alljährlich wird in Bad Langensalza das Rosen- und Parkfest gefeiert, in dessen Vorfeld alle zwei Jahre die neue Rosenkönigin gewählt wird.

Ein großer Teil des Rosengartens ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Behinderten-WC befindet sich im "Rosencafé".

Kontakt:
Rosengarten
Vor dem Klagetor 3
99947 Bad Langensalza

Telefon: (03603) 83 44 24
Fax: (03603) 83 44 22

Öffnungszeiten:
Mai bis Okt.: täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr
Nov. bis Apr.: geschlossen

Preisinformationen:
Normalpreis: 3,00 EUR
Ermäßigt: 2,00 EUR (Schüler, Studenten, Azubi, Kurkarteninhaber)
Gruppenpreis: 2,00 EUR (Gruppen ab 15 Personen)

Strecke: vom Stadtzentrum Jena bis Rosengarten Bad Langensalza ca 93 km = ca. 70 min. Fahrtzeit mit PKW.
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Schloss Friedenstein, Gotha Schloss Friedenstein - Gotha
Schloss Friedenstein in Gotha im Freistaat Thüringen ist eine frühbarocke Schlossanlage, die an der Stelle der 1567 geschleiften Burg Grimmenstein errichtet wurde. Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha - auch genannt "Ernst der Fromme" - hatte nach der Erbteilung 1640 Gotha als Hauptstadt für sein neues Herzogtum erhalten. Da in der Stadt keine geeignete Residenz vorhanden war, ließ er nach den Plänen des Architekten Caspar Vogel einen Schlossbau zwischen 1643 und 1654 durch den Baumeister Andreas Rudolph (1601 - 1679) errichten. Von 1654 bis 1672 wurde das Schloss befestigt.

Bis 1675 diente das Schloss als fürstliche Residenz Herzog Ernst I. und von 1640 bis 1894 war es der Verwaltungssitz des Herzogtums Sachsen-Gotha. Das Schloss verfügt über Wohn- und Repräsentationsräume vom Barock bis zum Klassizismus. Die Stuckarbeiten und der Festsaal entstanden durch die Brüder Samuel und Johann Peter Rust. Während der Regentschaft Ernsts II. (1772 - 1804) entfernte man die Festungsanlagen, deren Flächen in die Parkanlage integriert wurden. Bis zur Fertigstellung der Seeberg-Sternwarte verwendete man eine sogenannte Interim-Sternwarte (Übergangs-), errichtete ein Physikalisches Kabinett und gründete ein ständiges Theater - das Ekhof-Theater. Auch die Sammlungen und die Bibliothek wurden erweitert. Auch unter seinen Nachfolgern August (1804 - 1822) und Friedrich IV. (1822 - 1825) dehnten sich die Sammlungen und die Bibliothek weiter aus.
Mit dem Aussterben der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg kam das Schloss Friedenstein an die Linie Sachsen-Coburg und Gotha.

Heute umfassen die immer noch sehr bedeutenden Herzoglichen Kunstsammlungen auf Schloss Friedenstein nur noch etwa 40 % des ursprünglichen Bestandes. Nach dem Einmarsch der 3. US-Armee im April 1945 kam es zu Hunderten von Diebstählen. Die Rote Armee beschlagnahmte bei ihrem Einmarsch im Juli 1945 den gesamten restlichen Bestand der Gothaer Kunstsammlungen, die Bibliothek mit 330.000 Hand- und Druckschriften und das Münzkabinett und transportierte ihn 1946 in die Sowjetunion, von wo 1958/59 etwa 80 bis 85 % zurückkehrten.

In der Nacht vom 13. zum 14. Dezember 1979 wurden aus dem Schloss 5 wertvolle Gemälde gestohlen, die bis heute verschollen blieben. Bei den geraubten Gemälden handelt es sich um folgende: Frans Hals "Brustbild eines jungen Mannes", Anthonis van Dyck "Selbstbildnis mit Sonnenblume", Jan Lievens "Alter Mann", Jan Brueghel der Ältere "Landstraße mit Bauernwagen und Kühen" und Hans Holbein der Ältere "Heilige Katharina".

Das Schlossmuseum umfasst die ehemaligen herzoglichen Wohn- und Repräsentationsräume. Im Museum ist eine der bedeutendsten Sammlungen von Skulpturen des Klassizismus untergebracht. 1928 wurde im Westturm das Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde eingerichtet. Es zeigt umfangreiche Sammlungen zur Geschichte und Kultur des Gothaer Landes.
Die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha befindet sich im Ostflügel, in deren Grundbestand die frühere Schlossbibliothek einging. Mit 130.000 Objekten gehört das Münzkabinett zu den bedeutendsten Sammlungen in Deutschland. Nach dem 2. Weltkrieg war die Herzogliche Bibliothek und die Münzsammlung als Beutegut in die UdSSR gebracht und 1956 weitgehend zurückgegeben worden.

Im Westflügel des Schlosses sind das Thüringische Staatsarchiv Gotha untergebracht, welches aus dem im Jahre 1641 gegründeten herzogliche Staatsarchiv von Sachsen-Gotha zurückgeht. Im Pagenhaus des Schlosses befindet sich seit Juni 2009 das Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien.

Die erste englische Parkanlage in Deutschland wurde auf den ehemaligen Befestigungsanlagen, der hier einst errichteten Burg angelegt. Ab 1769 entstand nach den Vorstellungen von Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg im südlichen Teil der Parkanlagen der erste neu geplante Englische Garten auf europäischen Gebiet.

Nach langjährigen Restitutionsstreitigkeiten mit dem Hause Sachsen-Coburg-Gotha kam es zwischen dem Land Thüringen und dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha zu einer gütlichen Einigung. Am 1. Januar 2004 ging das Schloss, die darin befindlichen Sammlungen, der Park und die Orangerie an die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Das Museum der Natur wird schrittweise in das Schloss Friedenstein verlagert. Das Gebäude wird dann entsprechend einer Neukonzeptierung als Herzogliches Museum Gotha verschiedene Kunstsammlungen präsentieren.

Das Ekhof-Theater befindet sich im Westturm des Schlosses, welches zu den ältesten dauerhaft bespielten Theatern Deutschlands gehört. Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646 - 1691) gründete es, dass als einzige, eine vollständige erhaltene Bühnenanlage aus dem Barock besitzt. Diese ist aus dem Jahre 1685. Benannt wurde das Theater nach dem Namen des ehemaligen Direktors Conrad Ekhof (1720 - 1778).

Die Schlosskirche im Nordflügel wurde mit der Taufe des Erbprinzen Friedrich 1646 eingeweiht. Bereits zwischen 1685 und 1697 umgebaut, diente sie dann bis 1918 als Hofkirche. Die Fürstenloge mit der Büste von Ernst des Frommen befindet sich an der Westseite. Über ihr kam eine von zwei Engeln gehaltene schwarze Tafel, auf der der Spruch "In silentio et spe" zu lesen ist, was soviel wie "Durch Stillsein und Hoffen werdet ihr stark sein" bedeutet. Altar, Kanzel und Orgel sind an der Ostseite übereinander angeordnet. Die Stuckarbeiten stammen von den Brüdern Rust und das Deckengemälde von Seivert Lammers (1648 - 1711). Die Kirche erhielt um 1800 eine Chorempore. Im 19. Jahrhunderts wurden Altar, 1844 das Altarbild von Paul Emil Jacobs und 1850 die Orgel durch Friedrich Knauf (1802 - 1883) aus Groß-Tabarz umgebaut bzw. ergänzt. Seit 1920 ist die Schlosskirche Gemeindekirche und gehört heute zum Pfarrbezirk St. Michael/Schloss der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchgemeinde Gotha der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Gottesdienste finden noch zu besonderen Anlässen statt. Die Kirche ist nicht Teil des Museums bzw. der Stiftung, sondern wird von der Gemeinde betreut.

Die aus vier Räumen bestehende Fürstengruft ließ Herzog Friedrich I. 1679/80 einrichten. Zwei der Räume stammen noch aus der Zeit der Festung Grimmenstein. Der Treppenzugang zur Gruft befindet sich unterhalb der Orgelempore. Öffentlich zugänglich ist die Fürstengruft leider nicht.
Am 25. Juni 1680 wurde die drei Tage zuvor an den Blattern verstorbene einjährige Tochter Friedrichs I., Prinzessin Elisabeth, in der Gruft als erstes Mitglied des Hauses Sachsen-Gotha-Altenburg beigesetzt.
Weitere Mitglieder des Hauses Sachsen-Gotha-Altenburg fanden in der Fürstengruft ihre letzte Ruhestätte wie beispielsweise:
Prinzessin Elisabeth (1679 - 1680), vierte Tochter Friedrichs I.
Herzogin Magdalena Sibylla (1648 - 1681), erste Gemahlin Friedrichs I.
Herzog Friedrich I. (1646 - 1691)
Herzog Friedrich II. (1676 - 1732)
Herzogin Magdalena Augusta (1679 - 1740), Gemahlin Friedrichs II.
Erbprinz Friedrich Ludwig (1735 - 1756), erster Sohn Friedrichs III.
Ihre Särge befinden sich im Hauptraum - dem Raum 2.
Im 3. Raum der Gruft sind weitere Verwandte des Fürstenhauses bestattet worden.
Seit dem Jahr 2001 findet auf Schloss Friedenstein immer am letzten August-Wochenende das zweitägige Gothaer Barockfest statt. Es ist aus dem 1988 erstmals abgehaltenen Museumsfest hervorgegangen und entwickelte sich zum heute größten Barockfest Mitteldeutschlands.

Strecke: Vom Stadtzentrum Jena bis Schloss Friedenstein, Gotha ca. 82 km = 62 min. mit dem PKW.

Kontakt:
Schloss Friedenstein
Parkallee 1
99853 Gotha
Tel.: (03621) 82 34-0
www.stiftungfriedenstein.de
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Trusetaler Wasserfall Trusetaler Wasserfall
Der Erholungsort Trusetal liegt am Südwesthang zwischen felsigen Berghängen des Thüringer Waldes. Auf ca. 100 Kilometer Wanderwegen können Sie die Natur pur erleben. Es gibt Lehrpfade, geführte Wanderungen, Mineralien-Exkursionen, aber auch Radwege.
1865 entstand der Trusetaler Wasserfall durch Inspiration des Baurates Specht. Der Trusetaler Wasserfall wird über einen künstlich angelegten 3,5 Kilometer langen Wasserfallgraben mit Trusewasser gespeist. Von Ostern bis Oktober ist er zu bewundern, die restliche Zeit wird er durch Menschenhand abgestellt. Am Rande der Hühnberge treten die Felsen aus dem Buchenwald hervor, über die die Wassermassen in drei Kaskaden 58 Meter in die Tiefe stürzen. Der Wasserfall kann über 228 Stufen bestiegen werden.
Gleich neben dem Trusetaler Wasserfall befindet sich der Trusetaler Zwergengarten, der ebenfalls alljährlich zahlreiche Besucher anlockt.

Kontakt:
Trusetaler Wasserfall
Eisensteinstr. 91
98596 Brotterode-Trusetal
Tel.: (036840) 8 15 78
Fax: (03640) 8248

Auch das Besucherbergwerk Hühn befindet sich in unmittelbarer Nähe. Anschrift: Besucherbergwerk Hühn, Eisensteinstr. 91, 98596 Brotterode-Trusetal
Tel.: (036840) 8 10 87

Drei Gleichen im Thüringen Burgenland Nur ca. 11 Kilometer von Trusetal entfernt, liegt der Große Inselsberg. Wenn man schon mal hier ist, sollte man diesen Touristenmagneten gleich mitbesuchen. Siehe dort - ganz oben auf dieser Webseite.

TIPP: Wenn Sie auf der BAB4 zurück nach Jena fahren, dann unterbrechen Sie Ihre Fahrt auf dem Parkplatz "Drei Gleichen" zwischen Gotha und Wandersleben. Von der Ausfahrt auf die BAB4 können Sie die sogenannten "Drei Gleichen" sehen, bewundern und vielleicht auch fotographieren. Dabei handelt es sich um drei Burgen - Gleichen, Wachsenburg und Mühlburg - im Burgenland von Thüringen.
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