Jena, kreisfreie Stadt im Saaletal (Thüringen)
Ausflüge, Ausflugsziele und Autotouren rund um Jena


Ausflüge, Ausflugsziele und Autotouren rund um Jena

Ausflugsziele um Jena bis ca. 50 km

   
Burg & Burgkirche Posterstein Burg & Burgkirche Posterstein
Der Ort Posterstein liegt zwischen Altenburg und Gera in Thüringen. Geprägt wird das Ortsbild von der weithin ins Land sichtbaren mittelalterlichen Höhenburg Burg Posterstein. Erste urkundliche Erwähnung fand sie durch den Ministerialen Gerhard de Nubodicz und seine Mutter Mechthilde von Stein in einer Naumburger Urkunde im Jahre 1191. Weitere Besitzer sind Ritter bis im 15. Jahrhundert der Grundbesitz an die Gebrüder Puster ging - in damaliger Zeit auch als "Postern zum Steyne" genannt. - Als "Steyne" wurde die Burg bis ins 16. Jahrhundert bezeichnet und aus dieser Wortkombination entstand der heute gebräuchliche Ortsname Posterstein. Im Jahre 1528 gelangte die Burg schließlich in den Besitz der Familie Pflugk, die durch eine geschickte Verwaltungs- und Heiratspolitik die Herrschaft entscheidend zu festigen und zu erweitern vermochte.
Durch Zeit und Krieg war die Burg arg in Mitleidenschaft gezogen worden, weshalb man sie im 17. Jahrhundert instandsetze. Die benachbarte Burgkirche mit Eifert-Orgel gestaltete Johannis Hopf (1689) mit einem barocken Schnitzwerk aus Lindenholz aus - Altarbaldachin, Kanzel, Herrschaftsloge und Empore.
Mehrere Besitzerwechsel folgten bis 1833 die bürgerliche Familie Herrmann das Rittergut erwarb. In Bezug der Bodenreform in Thüringen wurde 1946 auch das Rittergut Posterstein enteignet und ist seit 1952 denkmalgeschützt. In Burg Posterstein befindet sich Museum. Von 1984 bis 1991 wurde die Anlage umfassend restauriert und zeigt in den barocken Räumen Ausstellungen zur Geschichte der Region.

Anschrift:
Burg Posterstein
Burgberg 1
04626 Posterstein
Tel.: (034496) 2 25 95
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Dornburger Schlösser Dornburger Schlösser
Ab dem Jahre 1358 kam Dornburg unter die Herrschaft der Wettiner. Nach dem Sächsischen Bruderkrieg 1451 war die Ministerialburg Dornburg zerstört worden. Auf ihren Grundmauern entstand bis 1522 das Alte Schloss. Johann Friedrich II. von Sachsen ließ von 1562 bis 1573 noch einige Umbauarbeiten vornehmen durch welche das Schloss sein heutiges Aussehen erhielt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden das Schloss und die Stadt Dornburg von kaiserlichen Kroaten erst geplündert und dann auch noch verwüstet. 1717 zog der Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar-Eisenach aus dem Schloss aus, welches dann Sitz des Verwaltungsamtes Dornburg wurde. Ab dem Jahr 1750 war erst eine Baumwollspinnerei, dann eine Schule und nach 1945 ein Altersheim im Schloss untergebracht. Am 26. Juni 1995 übernahm die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten das Alte Schloss, welches nun umfangreich restauriert wurde und seit 2004 als Begegnungsstätte und zu Tagungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena genutzt wird. Das Alte Schloss ist das nördlichste und zugleich das älteste der 3 Dornburger Schlösser.
Das Rokoko Schloss ist das mittlere und zugleich jüngste der 3 Dornburger Schlösser. Ab dem Jahr 1732 ließ Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar-Eisenach mehr als 21 Bürgerhäuser abreßen und das Rokoko-Schloss erbauen. Bauliche Mängel zwangen aber dazu, das Schloss wieder abgereißen, an dessen Stelle um 1774 ein neues Rokokoschloss mit Pavillion und Seitengebäuden entstand, die man aber wiederum später abriß. Da die herzoglichen Familie das Schloss nur selten benutzte, bewohnte es ab 1776 Goethe als herzoglicher Minister bei seinen dienstlichen Aufenthalten, da es erst nach 1800 Besitz des Herzogs wurde. Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach ließ das Schloss von 1816 bis 1817 sanieren und als Sommerschloss umgestalten. Im Schloss tagte im Winter 1818/19 der Landtag des Herzogtums, welches der erste teilweise frei gewählte Landtag in einem deutschen Fürstentum - Monarchie - war. Das Rokokoschloss ist seit 1900 Museum, nebenher finden auch Hochzeiten, Ausstellungen und Konzerte statt. Wegen des baulichen Verfalls mußte das Schloss im Jahre 2000 geschlossen und einer Sanierung unterzogen werden. Seit Juni 2006 ist es wieder für Besucher geöffnet.
Das Renaissance Schloss ist das südlichste und zweitälteste Schloss der 3 Dornburger Schlösser. Es entstand 1539 anstelle eines Gutshauses und wechselte mehrfach den Besitzer. Neben den Herzögen von Sachsen-Weimar-Eisenach bewohnten es auch nicht adlige Bürger. Zwischen 1605 bis 1609 wurde das Gebäude durch Anbauten erweitert, welches es zum Schloss machten. Das Renaissance-Schloss wurde, nach dem es erneut in den Besitz des Herzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach kam, auf dessen Geheiß nach 1824 zum Herrensitz für ein Rittergut umgebaut. Während dieser Zeit wurde auch der noch heute vorhandene englische Landschaftsgarten angelegt. Als der Großherzog gestorben war, verweilte Johann Wolfgang von Goethe zwischen dem 7. Juli und 11. September 1828 im Renaissance-Schloss und verfasste hier seine Dornburger Gedichte. Das im Schloss befindliche Museum zeigt Ausstellungsstücke aus dieser Zeit.

Anschrift:
Dornburger Schlösser
07778 Dornburg
Schlossplatz
Tel.: (036427) 2 22 91
Fax (036427) 2 01 53
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Mühle Eckartsberga Eckartsberga
Im Burgenlandkreis des Bundeslandes Sachsen-Anhalt - nahe der Grenze zu Thüringen, 22 Kilometer von Naumburg entfernt, im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland - liegt die Kleinstadt Eckartsberga direkt an der Finne, einem Bergrücken. Hier ließ der Markgraf Ekkehard I. die Eckartsburg auf dem Sachsenberg 966 errichten. Der Grund für ihre Errichtung war die Via Regia - die älteste und längste Landverbindung zwischen Ost- und Westeuropa, die heute Kulturstraße des Europarates ist.
Erstmals wird das als Reihendorf angelegte Eckartsberga 1073 in einer Urkunde erwähnt. Im Mittelalter hat der Ort Marktrecht, seit 1288 Stadtrecht, war Münzprägeort und hatte eine eigene Gerichtsbarkeit. Eckartsberga befand sich 1806 in unmittelbarer Nähe des Schlachtfeldes der Schlacht von Jena und Auerstedt. 1815 fällt es als Landkreis mit anderen Orten an Preußen.
Im Osten der Stadt auf dem Sachsenberg standen zeitweise drei Windmühlen. Die heute noch erhaltene voll funktionsfähige Windmühle mit zehnspeichigem Windrad und einem Durchmesser von 14 Metern ist in Deutschland einmalig.
Eckartsberga bietet auf dem Schlossberg nahe der Eckartsburg fünf weitere Attraktionen: das Miniatur-Burgenland, wo Burgen und Schlösser im Maßtab 1 : 75 aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dargestellt sind, die Eckartsburg mit ihrem 36 Meter hohem Aussichtsturm, den Irrgarten, die Miniaturgolf-Anlage und die Sommerrodelbahn. Ebenso gibt es ein Diorama der Schlacht bei Jena und Auerstedt und das Heimatmuseum mit Relikten aus der Steinzeit.
Anfahrt: über A 4 Abfahrt Apolda und über die B 87 oder über A 9 Abfahrt Naumburg und dann über die B 87 oder mit dem Bus oder Bahn direkt nach Eckartsberga.

Anschrift:
Windmühle Eckartsberga
06648 Eckartsberga

Öffnungszeiten:
Apr. - Okt.
Mi. - Fr., 10 - 16 Uhr
Sa. u. So., 13 - 18 Uhr
 
   
Eisenberger Mühltal Eisenberger Mühltal
Das Eisenberger Mühltal liegt zwischen der Stadt Eisenberg und Bad Klosterlausnitz - genauer zwischen Kursdorf und Weißenborn im Thüringer Holzland. Das waldreiche Tal, welches von dem Bach Rauda durchflossen wird, zählt zu den reizvollsten Tälern von ganz Thüringen. 8 einstige Mühlen und das Wohnhaus von Milo Barus - dem einst stärksten Mann der Welt - reihen sich auf einer Gesamtlänge von 8 Kilometern, die viele tausend Besucher jedes Jahr zum Wandern und Radfahren einladen und heute Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten bieten. Das Angebot reicht von einer Jugendherberge in der Froschmühle bis hin zu einem Waldhotel in der Pfarrmühle.
Auf dem Gelände der Robertsmühle können die Besucher seit dem Frühjahr 2007 das Eisenberger Mühltal in einen Mühlen-Miniaturpark im Maßstab von 1:20 besichtigen. Ein kleines Mühlenmuseum gibt es in der Naupoldsmühle.

H i e r   n u n   d i e   M ü h l e n   i m   e i n z e l n e n :

Milos Waldhaus
Milos Waldhaus erhielt seinen Namen von Milo Barus, dem einst 6–maligen Weltmeister im Lastentragen - (sein bürgerlicher Name Emil Bahr 27.02.1906 - 1.10.1977), der in ihm wohnte. Es ist das erste Haus im Eisenberger Mühltal, wenn man von Weißenborn aus in das Tal gelangt und zugleich das erste Gasthaus gleich neben der Gaststätte Meuschkensmühle gelegen, welches aber früher keine Mühle war.
Öffnungszeiten: Di - So von 10 - 14 Uhr und 17 - 22 Uhr
Adresse: Milos Waldhaus, Mühltal 12, 07639 Weißenborn
Tel.: (036601) 8 34 05 - Fax: (036601) 8 34 05
Homepage: http://www.milos-waldhaus.de/

Meuschkensmühle
Als Milo Barus im Mühltal lebte, war die Meuschkensmühle seine Arbeitsstätte, neben der er gleich in einem Waldhaus wohnte.
Adresse: Meuschkensmühle, Mühltal 12, 07639 Weißenborn
Tel.: (0178) 4 93 20 72 od. (036601) 4 47 66

Reiterhof Markloff Meuschkensmühle
Kontakt: Frau M. Markloff, Meuschkensmühle, 07607 Eisenberg
Telefon: (036691) 5 25 77 - Mobil: (0151) 11 21 00 30 -
e-Mail: margitmarkloff@yahoo.de
Homepage: http://www.reiterhofmarkloff.npage.de/

Naupoldsmühle
Im ehemaligen Backhaus präsentiert die Naupoldsmühle ein kleines Mühltalmuseum, welches einen kleinen Einblick in die Geschichte der Mühlen zeigt.
Öffnungszeiten: täglich 10:00 - 22:00 Uhr
Adresse: Naupoldsmühle, Mühltal 6, 07607 Eisenberg
Tel.: (036691) 4 21 17 - Fax: (036691) 6 10 42

Froschmühle
Die Froschmü,hle ist eine Jugendherberge, die aber auch Zimmer anbietet und einen großer Spielplatz bietet.
Adresse: Wald- und Tiererlebnistreff «Froschmühle», Mühltal 5, 07607 Eisenberg
Tel.: (036691) 4 34 62 - Fax: (036691) 6 00 34

Pfarrmühle
Jeden Sonntag verkehren zwischen den Mühlen Pferdekutschen als Kremser Taxi und bringen so die Besucher bequem zu ihren Ausflugszielen.
Öffnungszeiten: täglich ab 8.00 Uhr, warme Küche: 11.30 bis 21.00 Uhr
Adresse: Waldhotel Pfarrmühle, Mühltal 4, 07607 Eisenberg
Tel.: (036691) 4 36 09 - Fax: (036691) 5 43 42

Walkmühle
Öffnungszeiten: Mo - Sa ab 11 Uhr, So 11 - 19 Uhr
Adresse: Walkmühle, Mühltal 3, 07607 Eisenberg
Tel.: (036691) 4 30 84 - Fax: (036691) 6 18 27

Amtsschreibersmühle
Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr
Adresse: Amtsschreibersmühle, Mühltal 2, 07607 Eisenberg
Tel.: (036691) 5 75 90 - Fax: (036691) 57 59 13

Schössersmühle
Adresse: Waldgaststätte Schössersmühle, Mühltal 1, 07607 Eisenberg
Tel.: (036691) - 4 33 66

Robertsmühle
Wie das Eisenberger Mühltal um 1900 aussah, zeigt Ihnen die Robertsmühle in einen Miniaturpark im Maßstab 1:20.
Eintrittspreise: Erwachsene 1,50 €, Kinder bis 14 Jahre 0,50 €
Öffnungszeiten: Mo - Fr: 10 Uhr - 16 Uhr, So - So: 10 - 18 Uhr
Adresse: Robertsmühle, Mühltalsweg 24, 07607 Eisenberg
Tel.: (036691) 86 18 64
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Flugplatz Jena-Schöngleina Flugplatz (Verkehrslandeplatz) Jena-Schöngleina
In nur wenigen Minuten ist von Jena aus der Flugplatz (Verkehrslandeplatz) Jena-Schöngleina zu erreichen. Er liegt zentral im Wirtschaftsraum des Saale-Holzland-Kreises. Von hier aus können Sie einen Rundflug über Jena und seine Umgebung buchen. Dies ist immer ein Ereignis besonderer Art.

Anschrift:
Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina
Flugplatz 1
07646 Schöngleina
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Heichelheim Mühle Heichelheim
Die Gemeinde Heichelheim liegt im Norden des Weimarer Lands. Schon aus der frühen Eisenzeit - ca. 750 bis 450 v. u. Z. - gibt es aus der Gegend um Heichelheim erste archäologische Funde. Gesichert ist die Erwähnung der Ortschaft in einer Urkunde von 1123 des Erzbischofs Adelbert von Mainz für das Erfurter Marienstift. Zu dieser Zeit wird das Dorf als Huningleiba bezeichnet. Der Name ändert sich um 1310 in Hichelleyben und Mitte des 14. Jahrhunderts in Hucheleiben oder Huchelnheim. In Urkunden aus dem 15. Jahrhundert heißt der Ort Huchulheim, Huchelheim, Heuchelheim bis 1789 der Name Heichelheim entstand.
1430 wird erstmals eine Pfarrei in Heichelheim erwähnt, die dem Patronat des Klosters Oldisleben und dem Dekanat von Großobringen unterstand. Die Pfarrstelle wird 1880 aufgegeben und der Kirche von Großobringen unterstellt. Bereits 1890 hat Heichelheim wieder einen Pfarrer.
Ein Großfeuer im Jahre 1775 vernichtet große Teile von Heichelheim. Während der Befreiungskriege wird die Ortschaft mehrfach geplünderet.

Sehenswürdigkeiten: Kirche St. Bonifatius außerhalb des Ortes mit einem Altar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, holländische Turmwindmühle am Rabenbache, die 1999 als Landhotel & Restaurant umgestaltet wurde und Kartoffelmuseum.

Anschrift:
Kartoffelmuseum Heichelheim
Hauptstraße 3
99439 Heichelheim
Tel.: (03643) 90 00 15

Öffnungszeiten:
Di - So 11 - 16 Uhr
im Nov. - Mrz.: Di - Fr. 11 - 16 Uhr
 
   
Hohenwartetalsperre Hohenwartetalsperre
Von 1936 bis 1942 wurde nahe der namensgebenden Ortschaft Hohenwarte durch Errichtung einer Staumauer die Saale angestaut.
Technisch gesehen handelt es sich um eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Beton, deren Höhe 75 Meter beträgt und eine Länge 412 Meter hat. Während des Baus der Talsperre mussten 250 Menschen aus dem Dorf Preßwitz umgesiedelt werden, welches überflutet wurde.
Mit einem Fassungsvermögen von 182 Millionen Kubikmeter Wasser gehört die Hohenwartetalsperre zur viertgrößten in Deutschland. Die angestaute Gewässeroberfläche hat eine Größe von 7,3 Quadratkilometern - dessen Fläche jahreszeitlich bedingt aber leicht schwankt.
Zum einen dient der Stausee dem Hochwasserschutz, zum anderen der Betriebswasserversorgung und der Elektrizitätserzeugung und -speicherung durch das Pumpspeicherkraftwerk Hohenwarte I. Seine Turbinen verfügen über eine Leistung von 63 Megawatt. Das Pumpspeicherkraftwerk gehört der Vattenfall Europe AG.
Um bei Hochwasser die Staumauer zu entlasten, wurden in der Mitte ein aus sieben Feldern bestehender Kronenüberlauf geschaffen.
Die in die Elbe fließende Saale ist auf einer Länge von ca. 80 Kilometern fünffach durch eine Saalekaskade gestuft. Ihr gehören das Ausgleichsbecken Eichicht, die Hohenwartetalsperre sowie saaleaufwärts das Ausgleichsbecken Burgk, die Talsperre Walsburg und der Bleiloch-Stausee an.
Von Ziegenrück bis zur Staumauer ist der Stausee mit Sportbooten mit und ohne Motor befahrbar. Zudem gibt es eine Fahrgastschifffahrt. Der Stausee gilt als gutes Angelgewässer.
Nahe der Linkenmühle führte eine 30 Meter hohe Brücke über den See, die 1943 eine ältere Talbrücke ersetzte und am 12. April 1945, um den Vormarsch der Alliierten aufzuhalten, gesprengt wurde. Bei Niedrigwasser werden die Überreste der Brücke sichtbar. Die alte Brücke liegt unterhalb des Wasserspiegels, kann aber durch Tauchgänge bestaunt werden. Von Frühjahr bis Herbst können Fußgänger und Autos mit der "Mühlfähre", der einzigen Autofähre Thüringens, übergesetzt werden.
Die Hohenwartetalsperre mit entstandenem Hohenwarte-Stausee wird auch als Thüringer Meer bezeichnet.

Anschrift:
Fahrgastschifffahrt Hohenwarte GmbH
An der Sperrmauer
07338 Hohenwarte
Telefon: (036733) 2 15 28
Fax: (036733) 3 19 73
e-mail: info@fahrgastschiffahrt-hohenwarte.de
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Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft
Das Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft steht inmitten des Ortes Wolfersdorf in der Nähe von Stadtroda in Thüringen.
Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts stand an gleicher Stelle ein fürstliches Jagdhaus, welches 1547 - während des Schmalkaldischen Krieg - zerstört wurde. Kurfürst Johann Friedrich I. dem Großmütigen beauftragte den Architekten Nikolaus Gromann mit dem Neubau eines Jagdschlosses, dass zwischen 1548 bis 1551 im Stil der Renaissance errichtet wurde. In ihm befinden zwölf beheizbare Stuben und 21 Kammern.
Als im Jahre 1552 der Kurfürst aus der Gefangenschaft entlassen wurde, traf er sich hier mit seiner Familie in Wolfersdorf und nannte das neue Schloss "Fröhliche Wiederkunft".
Während des 16. und 17. Jahrhunderts wurde das Jagdschloss von den Nachfolgern von Kurfürst Johann Friedrich I. immer wieder für Jagdgesellschaften verwendet, ehe sich die Jagden ca. um 1650 nach Schloss Hummelshain verlagerten. Fröhliche Wiederkunft diente dann der fürstliche Jagdverwaltung und begann langsam zu verfallen.
Zehn Jahre nach dem Rücktritt von Joseph von Sachsen-Altenburg im Jahre 1558 erteilte er den Auftrag das Schloss im neogotischen Stil um- und ausgebauen. Zum Inventar gesellten sich Vier großformatige Wandgemälde, die Szenen aus dem Leben von Kurfürst Johann Friedrich I. zeigen.
Ernst II. von Sachsen-Altenburg dankte 1918 ab und zog aus Schloss Altenburg in das Jagdschloss nach Wolfersdorf um.
Im Zuge der Bodenreform wurde Ernst II. 1945/46 enteignet, erhielt aber von der sowjetischen Besatzungsmacht lebenslanges Wohnrecht im Schloss, wo er bis zu seinem Tode 1955 lebte.
1955 ging das Schloss ins Volkseigentum über, das Inventar kam auf die Leuchtenburg, die vier großen Wandgemälde wurden in das Berliner Zeughaus, dem heutigen Deutschen Historischen Museum ausgelagert. Fröhliche Wiederkunft wurde dann unter anderem als Jugendwerkhof genutzt.
Im Jahre 2007 verkaufte man das Schloss, es begannen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, mit dem Ziel, es der Öffentlichkeit als kulturelles und historisches Gut wieder zugänglich zu machen.

Kontakt:
Schlossverwaltung
"Zur Fröhlichen Wiederkunft"
Rothehofstal 1
07646 Trockenborn-Wolfersdorf
Tel.: (036428) 12 38 34
Fax: (036428) 51 31 64
e-mail: info@schlosswolfersdorf.de
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Jagdschloss Hummelshain
Das Neue Jagdschloss Hummelshain wurde im Auftrag des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Altenburg von den kaiserlichen Hofarchitekten Ernst Eberhard von Ihne und Paul Stegmüller von 1880 bis 1885 im Stil der Neorenaissance erbaut. Das Ziel des Baues war ein neues repräsentativeres Jagdschloss zu errichten. Das Jagdschloss steht in der Gemeinde Hummelshain im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen und ist der letzte im Bundesland erbaute Schlossneubau.
Schon aus der Ferne ist das Jagdschloss durch seinen ca. 48 Meter hohen Schlossturm und den vier Eckürmen zu sehen. Neben und über dem im Erdgeschoss liegenden Festsaal befinden sich einige repräsentative Räumlichkeiten. Der Festsaal kann für Veranstaltungen und Festlichkeiten genutzt werden.

Kontakt:
Neues Jagdschloss Hummelshain
07768 Hummelshain

Öffnungszeiten:
nur angemeldete Führungen und Veranstaltungen
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Kutschenmuseum Auerstedt
In einem Nebengebäude des Auerstedter Schlosses fanden 17 historische Kutschen ihr Domizil. So finden Sie hier den Staatswagen, das Laufrad von Drais, die Hochzeitskutsche der Großfürstin Maria Pawlowna und viele weitere Exponate. Mit dem Kutschenmuseum Auerstedt kann der Besucher eine einmalige Zeitreise in die Vergangenheit machen. Vom Kutschenmuseum Auerstedt dürfen keine Aufnahmen der ausgestellten Kutschen gemacht werden. Für den Privatgebrauch ist es jedoch möglich.

Nahe dem Kutschenmuseum befindet sich gleich das Heimatmuseum, welches auch einige interessante Exponate zur Schau stellt.

Kontakt:
Kutschenmuseum Auerstedt
Schlosshof, 99518 Auerstedt
Tel.: (036461) 8 77 62
Mail: info@auerstedt.org
Web: www.auerworld.de und www.toskanaworld.net

Öffnungszeiten:
Di. - So. 10.00 - 16.00 Uhr
 
   
Leuchtenburg in Kahla Leuchtenburg
Die Leuchtenburg ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen oberhalb der Porzellanstadt Kahla in Thüringen, die auf einer Höhe von 395 Meter über NN liegt und den Saale-Pegel um 240 Meter überragt. Ihren Namen erhielt die Burg von dem nicht bewaldeten Mittelgebirgszug, auf dem sie errichtet wurde. Erste urkundliche Erwähnung findet die Burg am 15. April 1221 als Hartmann IV. von Lobdeburg-Leuchtenburg in Dornburg Rechtsstreitigkeiten beilegt. Die Leuchtenburg wurde neben der Lobdeburg der wichtigste Ausgangspunkt für die Herren der Lobdeburg in Richtung ihrer Machterweiterung ins obere Saaletal. Erheblich erweitert, wurde die Burg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. 1313 müssen die Herren der Lobdeburg die Burg wegen hoher Schulden an den Grafen von Schwarzburg verpfänden und 1333 sogar an ihn verkaufen. Während die Thüringer Grafen untereinander verstritten sind, gelingt es den Wettinern die Burg 1392 zu erobern und im Leipziger Vertrag von 1396 zwingen sie die Schwarzburger sogar die Burg an sie zu verkaufen. Nach der Niederlage im Schmalkaldischen Krieg dient die Leuchtenburg als Zufluchtsort für die Ehefrau und die Kinder des Kurfürsten Johann Friedrich dem Großmütigen. Der Turm wurde seit 1612 als Gefägnis verwendet bis 1700 die Verwaltung des Amtes nach Kahla verlegt wird. Bei Landesteilungen unter den Ernestinern geht die Burg 1724 an das Herzogtum Sachsen-Coburg-Altenburg und von 1826 bis 1920 bleibt sie im Besitz von Sachsen-Altenburg. Während dieses Zeitraumes beginnt der Umbau zum Zuchthaus. Bis 1871 war die Leuchtenburg Zuchthaus, dessen letzte Häftlinge nach Zeitz kamen. Im Anschluss entstand ein Hotel und Museum. Im Jahre 1921 öffnet eine Jugendherberge und seit 1963 gibt es auf der Leuchtenburg wieder ein Museum. Seit Oktober 2007 ist die Burg im Besitz der gegründeten Stiftung Leuchtenburg.

Kontakt:
Leuchtenburg
Dorfstraße 100
07768 Seitenroda
Tel.: (036424) 2 22 58
 
   
Oberschloss Kranichfeld Oberschloss Kranichfeld
Oberhalb der Stadt Kranichfeld in Thüringen steht das Oberschloss Kranichfeld. Dabei handelt es sich um ein Renaissanceschloss, dass einst dem Fürstenhaus Reuß gehörte. Errichtet wurde es auf einer ehemaligen Burganlage und ist heute im Besitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.
Dass man das Schloss auf einer mittelalterlichen Burganlage errichtete, ist noch in der Aufteilung in Vorburg und Hauptburg zu sehen. Erhalten ist noch der Palas und die Ruine des Bergfrieds, die umgeben von einer noch teilweise erhaltenen Ringmauer sind. Im 16. Jahrhundert baute man das im romanischen Stil gehaltene Wohnbau um. Der Bergfried, der auch als "Dicker Turm" (3,60 Mauerdicke und 22 m hoch) bezeichnet wird, ist auch ersteigbar. Oben angekommen bietet er einen phatastischen Rundblick über das mittlere Ilmtal. Im Palas wird die teilweise Geschichte der Schlossanlage in einem Museum dokumentiert.
Im 12. Jahrhundert wird erstmals eine Burganlage erwähnt, deren Besitzer die Herren von Kranichfeld sind. Unter den Herren von Reuß jüngerer Linie begann im 15. Jahrhundert der Umbau zum Renaissanceschloss. Danach wechselte das Oberschloss mehrfach den Besitzer bis es 1934 vermutlich durch Brandstiftung ausbrannte.
Der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, bekam es dann schliesslich vom letzten Eigentümer geschenkt, der es zu einer Kultstätte ausbauen wollte. Unter unmenschlichen Bedingungen mussten KZ-Häftlinge eines Außenkommandos des KZs Buchenwald Teile des Oberschlosses wieder aufbauen.
Ab 1945 begann ein langsamer Verfall der Schlossanlage. Im Jahre 1970 drohte sogar fast der Abriss. Eine Interessengemeinschaft unternahm ab 1981 den Versuch den Verfall aufzuhalten, doch es fehlte an ausreichenden finanziellen Mitteln. 1994 kam die Anlage zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, mit deren Initiative eine teilweise Sanierung erreicht wurde.

Kontakt:
Oberschloss Kranichfeld
Schlossberg 28
99448 Kranichfeld
Tel.: (036450) 3 96 99, Fax: (036450) 3 04 60

Öffnungszeiten:
bis 31. Okt.: Mo. geschlossen,
Dienstag - Sonntag 10 Uhr - 18 Uhr,
November: Montag geschlossen,
Vom 1. Dez. bis 28. Febr. 2013 ist die Ausstellung im Oberschloss Kranichfeld geschlossen.

Eintrittspreise:
Erwachsene 2,30 €, ermäßigt und
Gruppen ab 15 Personen je Person 1,80 €,
Familienkarte 5,- €, Schülergruppen ab 10 Personen je 1,- €,
Führungsgebühr 15,- €.
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Riechheimer Berg Riechheimer Berg
Etwa 10 Kilometer südlich von Erfurt erhebt sich der 513 Meter hohe Riechheimer Berg - die höchste Erhebung der Region, der in einer Hügelkette, die sich vom Steigerwald im Norden bis zum Tal der Ilm im Süden erstreckt.
Das Dorf Riechheim liegt auf der westlichen Seite des Berges und gehört zum Ilm-Kreis auf der östlichen liegt das Dorf Hohenfelden mit dem bekannten Stausee, das zum Landkreis Weimarer Land gehört.
Der Riechheimer Berg bietet eine hervorragende Aussicht. Am westlichem Waldesrand sind die Höhenzüge des Thüringer Waldes von Oberweißbach über Oberhof bis zum Inselsberg zu erblicken - selbst noch die Wartburg. Von der Bergspitze gibt es sogar einen Rundumblick. Zu sehen sind u. a. der Brocken, Jena-Cospeda, der Stausee Hohenfelden und die Ausläufer des Schiefergebirges mit dem Wetzstein.
Schon seit 1895 gibt es auf dem Berg die gleichnamige Gaststätte. Willhelm Hüther kaufte Teile eines Bauernhauses, die den Grundstein der Gaststätte bildeten und stockte später das Haus auf.
Auf dem Riechheimer Berg befindet sich zudem das Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden, welches das Leben in mittelthüringer Dörfern veranschaulicht und Einblick gibt, wie man früher baute, lebte und arbeitete. Das Museum zeigt 30 historische Gebäude aus dem 17. - 20. Jahrhundert. Mittelpunkt ist der über 750 Jahre alte Ort Hohenfelden mit der Kirche und dem alten Pfarrhof, der 1804 bis 1806 erbaut wurde und heute der zentrale Museumskomplex ist. Ferner sind Bauernhöfe, ein eingeschossiges Fachwerkhaus, Werkstätten, Bienenhäuser, eine Einklassenschule, ein Dorfbrauhaus, ein sogenanntes Wohnstallhaus und eine Blockscheune etc. zu sehen.
Am Riechheimer Berg ist das Frühlings-Adonisröschen zu finden.
Über die Autobahnen A4 und A71 ist der Riechheimer Berg sehr gut erreichbar.

Kontakt:
99334 Riechheimer Berg
Tel.: (036200) 6 56 44

Öffnungszeiten:
Mo. - Do., Sa. - So. 10.00 - 18.00 Uhr, Fr. geschlossen
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Rudelsburg in Bad Kösen Rudelsburg
Die Rudelsburg steht auf einem Berghang am Ostufer der Saale oberhalb von Saaleck einem Ortsteil von Bad Kösen auf einer Höhe von ungefähr 85 Metern im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.
Das Interesse an der Burg hatten die Naumburger Bischöfe und der Markgrafen von Meißen aus dem Hause der Wettiner. Verschiedene Adelsfamilien verwendeten sie als Wohnsitz bevor sie im Dreißigjährigen Krieg erstmals zerstört wurde und im Anschluss zerfiel. Die Rudelsburg bestand im Mittelalter aus einer Kernburg und einer Vorburg, letztere diente im 18. Jahrhundert als Steinbruch. Wenige Reste der Ringmauer im Osten und Süden sind erhalten geblieben. Auf der Westseite auf steilen Felsen über der Saale war für Angreifer die geringste Angriffsfläche. Hier war außer der Ringmauer, die ausreichend Schutz bot, keine weiteren Befestigungseinrichtungen vorhanden. Der Palas befand sich auch hier. Die Ringmauer im Norden wurde wahrscheinlich wegen eventuellen Abbrechen des brüchigen Kalksteins nicht bis an die Felskante vorgebaut, weshalb ein vorgerückter Eckturm an der Nordostseite notwendig wurde. Ein Tal schützte die Südseite, hier hatte man eine vorgeschobene Zwingermauer, die von zwei Ecktürmen flankiert wird, errichtet. Der stärkste Eckturm befindet sich an der Südostseite. Die Ostseite liegt zur Vorburg hin, die von einem Graben, einen Zwinger und vom Bergfried geschützt war.
Auf dem Gelände der Rudelsburg wurden archäologische Funde gemacht, die auf eine frühbronzezeitlichen Hähensiedlung aus der Zeit der Aunjetitzer Kultur hindeuten. Der Hauptbereich der aunjetitzzeitlichen Siedlung wird unterhalb der Rudelsburg vermutet, so zumindest haben Grabungen durch den Bereich Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena 2005 und 2006 ergeben. Bereits datierte Funde von 2005 konnten der späten Bronze- und frühen Eisenzeit zugeordnet werden.
Die im Hochmittelalter - genauer 1150 - vom Bischof von Naumburg im Auftrag erbaute Burg diente zur Sicherung der Handelswege. Sie war als Grenzbefestigung errichtet und um 1150 mit Haupt- und Vorburg erweitert worden. Erstmals 1171 wurde die Rudelsburg mit dem Namen Rutheleibisberg urkundlich erwähnt. 1238 bekam Heinrich III. Markgraf von Meißen vom Bischof von Naumburg die Rudelsburg als Stiftslehen. Naumburger Bürger unter ihrem Capitaneus Johann von Trautzschen belagerten zwischen dem 22. April und dem 30. Juli 1348 wegen einer Fehde mit dem Edlen Curtefrund die Rudelsburg. Dabei soll das sogenannte Griechische Feuer - hier wahrscheinlich ein frühes Pulvergeschütz, das erstmalig in Deutschland zum Einsatz kam - verwendet worden sein. Die Burg brannte nieder und es gab auf beiden Seiten Tote und Verletzte. Für einige Jahrzehnte gibt es daraufhin keine Erwähnung der Burg in Urkunden.
Die Familie der Schenken (Haus der Schenken von Vargula) von Saaleck werden 1383 als die Herren der Rudelsburg bezeichnet. Die Herzöge von Sachsen - die Brüder Rudolf, Günther und Heinrich von Bünau, die aus dem Hause Wettin stammen, sind namentlich in einer Lehensurkunde vom 2. April 1441 erwähnt. Die Burg wird während des Sächsischen Bruderkrieges zwischen Friedrich und Wilhelm von Sachsen 1450 erneut belagert und ein zweites Mal zerstört. Als das Wettiner Land geteilt wird, erhält 1485 die albertinische Linie die Burg in ihren Besitz. Rudolph und Günther von Brünau verkaufen 1581 die Rudelsburg mit allen dazugehörigen Vorwerken wegen Schulden an Hans Georg von Osterhausen und der Zerfall der Burg begann.
Im Jahre 1612 hat der Herr Marschall von Osterhausen zu Dresden einen Ziegeldecker und einen Zimmermann benötigt, um Träger, Balken, Stühle und Sparren auf der Burg zu erneuern. Osterhausische Gerichtsbüchern berichten über einen Gerichtstag am 4. Juni 1616 auf der Burg.
Am Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde 1640 die Rudelsburg von den Schweden niedergebrannt. Nach dieser - der dritten - Zerstörung wird die Rudelsburg am 14. April 1641 von den Besitzern verlassen, die nun auf das Gut Kreipitzsch umzogen.
Zwischen 1671 und 1771 werden die Edlen von Creutz als Besitzer der Burg genannt. 1770 beauftragte der Besitzer der Burg Arbeiter die Mauern der Vorburg abzureißen - damit wollte er Steine für den Bau seines Gutes zu gewinnen. Beim Abriß verletzte sich ein Arbeiter, was womöglich die Abtragung der Kernburg verhinderte. In den nachfolgenden Jahren wechselten mehrfach die Besitzer bis 1849 im Innenhof mit der Bewirtschaft begonnen wurde. Nach dem im Jahre 1867 das 800-jährige Jubiläum der wiederhergestellten Wartburg gefeiert wurde, entschloss man sich 1870 erste Instandsetzungsarbeiten an der Rudelsburg vorzunehmen. Der Grundbesitzer wurde in der Zeit der DDR enteignet und die Burg kam in den Besitz der Stadt Bad Kösen.
Während dieser Zeit verfiel die Burg weiter bis nach der Wiedervereinigung Deutschlands der Wiederaufbau der Rudelsburg endlich begann. Heute wird sie auch noch bewirtschaftet und es finden auf ihr Trauungen statt.
Nahe der Rudelsburg erhebt sich die Burgruine Saaleck.

Kontakt:
Burgrestaurant Rudelsburg
Am Burgberg 33
06628 Naumburg (OT Saaleck)
Tel.: (034463) 27325
Fax: (034463) 6 04 83
E-Mail: BurgrestaurantRudelsburg@t-online.de
 
   
Schloss Ettersburg Schloss Ettersburg
Das Schloss und der Park Ettersburg auf dem 474 m hohen Ettersberg, ein Höhenzug nördlich von Weimar, am Ortsrand von Ettersburg . In den Jahren 1706 - 1712 ließ Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar es als dreiflügliges Gebäude ohne besondere Ausstattung erbauen und nutzte es bei seinen Jagdausflügen in den Ettersberger Wäldern. Das sogenannte Neue Schloss entstand 1722 und erhielt drei Etagen. Von 1728 bis 1740 wurde das Schloss im Auftrag seines Neffen und Nachfolgers Ernst August umgebaut und die Freitreppe hinzugefügt.
Während der Regierungszeit von Herzog Karl August verwendete die Herzoginmutter Anna Amalia Schloss Ettersburg in den Jahren 1776 - 1780 als Sommersitz. Ihr literarisch-musischer Kreis kam hier zusammen, den Goethe, Herder, Wieland und weitere bedeutende Persönlichkeiten angehörten. Als der Umbau des Gutshofs in Tiefurt fertiggestellt war, nutzte die Herzoginmutter es als Sommersitz und Schloss Ettersburg war nur noch selten ein Treffpunkt. "Maria Stuart" wurde auf dem Ettersberg von Friedrich Schiller vollendet.
Die musische Tradition zu Zeiten der Anna Amalia wurden durch den Großherzog Carl Alexander und Großherzogin Sophie wieder aufgenommen. Carl Alexander heiratete 1842 die niederländische Prinzessin Sophie.
Schloss Ettersburg wurde Sommer-Residenz des Erbgroßherzogs und renommierte Persönlichkeiten, wie Hans Christian Andersen, Friedrich Hebbel, Franz Liszt... waren zu Gast.
Nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Eduard Petzold und Hermann von Pückler-Muskau wurde die Parkanlage im englischen Stil gestaltet.
In den Besitz des Landes Thüringen kam das Schloss Ettersburg 1918.
Das ab 1923 der Hermann-Lietz-Schule dienende Schloss wurde 1945 von der SS beschlagnahmt. Nach dem Zweiten Weltkrieg als es Schulungsstätte für Justizangestellte und Staatsanwälte und später auch als Altersheim diente, begann es wegen Vernachlässigung zu verfallen.
Zu DDR-Zeiten wurde das Schloss Ettersburg durch Freiwillige und kulturell interessierte Menschen vor dem Verfall bewahrt und einige Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.
Ab Juli 2006 begann die Restaurierung des Objektes, die zum Jahreswechsel 2007/2008 abgeschlossen wurde.
Im Jahre 2008 zog die Bauhaus Akademie in das Schloss ein und nahm hier ihre Arbeit auf. Das Schloss kann für Veranstaltungen, Tagungen etc. gebucht werden. Zudem ist das Schloss Ettersburg Sitz der «Stiftung Schloss Ettersburg"» einer von der Bauwirtschaft getragenen Initiative.
Das Schloss bietet neben Gastronomie auch hochwertige Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste in einem Hotel an. Schlossführungen werden an den Wochenenden für interessierte Besucher durchgeführt. Zahlreiche Ausstellungstafeln zur Schlossgeschichte sind das gesamte Jahr zu besichtigen.
Seit 1998 gehört Schloss Ettersburg zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Kontakt:
Schloss Ettersburg
Am Schloß 1
99439 Ettersburg
Tel.: (03643) 7 42 84 20
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Schloss Kochberg Schloss Kochberg
Das Schloss Kochberg im Ort Großkochberg liegt 8 Kilometer von Rudolstadt entfernt unterhalb des Blassenberges. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1125. Das Wort "koch" was Erdhügel oder Grenzzeichen bedeutet, stammt aus dem Althochdeutschen. Der Baustil des Schlosses wird der Spätrenaissance zugeschrieben, weist allerdings spätgotische Merkmale auf. Durch Johann Wolfgang von Goethe und Charlotte von Stein ist dieser Touristenmagnet mit großen Park weltberühmt geworden.
Zu nennen ist noch das Liebhabertheater von Schloss Kochberg.
Kleinkochberg ist ein Ortsteil, der erstmals 1378 als «Kocheberg minio» urkundlich seine Erwähnung findet. Oberhalb von Großkochberg erhebt sich der Luisenturm, wo alljährlich das «Fest der 1000 Lichter» gefeiert wird.
Ein weiterer Ortsteil von Großkochberg ist Clöswitz, eine ehemals Orts- und Flurwüstung, die erstmals 1378 - als «Kloskevicz» (slaw. «kloskovici») was soviel wie "Leute eines Klosek" bedeutet - erwähnt wurde.

Kontakt:
Schloss, Park und Liebhabertheater
Kochberg
Klassik Stiftung Weimar
Im Schlosshof 3
07407 Uhlstädt-Kirchhasel
OT Großkochberg
Telefon: (03643) 54 54 00

Öffnungszeiten:
Apr. - Okt., Di. - So. 10.00 - 18.00 Uhr
Mo. Ruhetag
Nov. geschlossen
 
   
Schloss Kromsdorf Schloss Kromsdorf
Der von einer Mauer umschlossene ca. 1 ha große Park verdankt seine Entstehung dem Bau des Schlosses im Jahre 1580. Georg Albrecht von Kromsdorf ließ ihn als Nutz- und Ziergarten anlegen. Zwischen 1664 bis 1689 wird die Mauer von Johann Theodor de Mortaigne mit 64 Nischen versehen, schmückt diese mit Sandsteinbüsten berühmter Zeitgenossen aus der ganzen Welt und gestaltet den Park in Barockstil. 1692 erwirbt Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar Schloss und Park, fügt den vorhandenen Büsten weitere hinzu, besorgt ausländische Gewächse für eine Orangerie, läßt zudem Obstbäume und Weinreben beschaffen und im Park wird ein Wasserbecken mit Fontaine angelegt. Genutzt wird fortan der Park als Stätte für Musik- und Theateraufführungen. 1700 erhält der Park außerhalb der Umgrenzung eine weitere bis zur Ilm reichende Mauer, zwischen denen ein Fasanengarten gestaltet wird. Mit Amtsantritt von Herzog Ernst August 1729 wird zu Gunsten von Belvedere der Park zum reinen Nutzgarten umwandelt.
Plündernde französische Soldaten zerstören 1806 die Orangerie und ein Gartenhaus. Großherzog Carl Friedrich und seine Gattin Maria Pawlowna bemühen sich 1829 um das Grundstück und gestalten es zu einem herrschaftlichen Landsitz. Der Pückler-Schüler Eduard Petzold bemühte sich von 1844 bis 1852 um eine naturnahe Gestaltung des Parkes.
1959 erfolgte nach Abholzung des nördlichen Parkgeländes die Wiederherstellung des Rosengartens. In den Jahren 1992/93 wurde Mauer und Wegnetz saniert.

Kontakt:
Schloss Kromsdorf
Weimarische Straße 36b
99441 Kromsdorf
Tel.: (03643) 42 18 14
www.kromsdorf-denstedt.de
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Schloss Molsdorf Schloss Molsdorf
Das Schloss Molsdorf liegt im gleichnamigen Ortsteil von Erfurt ca. 12 Kilometer südlich der Stadt. Die heute zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gehörende Anlage wird als eines der schönsten Barockschlösser Thüringens angesehen.
Im Jahre 1114 werden die Herren von Molsdorf (Erminrich von Molsdorf) urkundlich genannt. Das Anwesen kam später in den Besitz der von Witzlebener und Thünaer. Seit dem 16. Jahrhundert stand an der Stelle des heutigen Schlosses eine Wasserburg, die 1616 und auch der Ort in den Besitz der Herren von Schwarzburg-Sondershausen ging. Die heutige Barockanlage entstand durch den Umbau der Burg im 18. Jahrhundert. Anfang des 18. Jahrhunderts kaufte das Gut der Geheimrat Bachov von Echt, der es dann Otto Christoph Schultz überließ.
1733 erwarb der Reichsgraf und preußeische Gesandte am Wiener Hof Gustav Adolf von Gotter das Schloss von der Witwe Schultz. Von 1734 bis 1740 ließ es Gotter durch den Baumeister Gottfried Heinrich Krohne im Barock-Stil ausgestalten, die künstlerische Gestaltung übernahmen Johann Kupetzky und Antoine Pesne. Auf den zugeschütteten Wassergräben entstanden West- und Ostflügel, an der Nordseite ein eindrucksvolles Portal und im Südflügel die repräsentativen Salons. Nach französischem Vorbild entstand auch eine einzigartige Gartenanlage mit zahlreichen Skulpturen im gleichen Stil.
Sein verschwenderischer Lebensstil und der Umbau und die Neugestaltung des Schlosses überstiegen allerdings die finanziellen Mittel des Bauherrn. Selbst die Unterstützung durch den preußischen König Friedrich des Großen und zweier Lotteriegewinne von mehreren Millionen Talern konnten den Verkauf von Molsdorf im Jahre 1748 nicht verhindern. Er kehrte als Oberhofmarschall an den preußischen Hof zurück. Friedrich II. ernannte ihn zum Reichsgrafen und entsandte ihn nach Wien.
Der unmittelbare Nachfolger Gotters war der württembergische Staatsminister, Heinrich Reinhard Freiherr von Schwende, 1748, der es für ca. 80.000 Taler an Herzog Friedrich III. weiter verkaufte. Finanziell überfordert wurde der barocke Garten um das Jahr 1820 auf Veranlassung des Herzogs von Sachsen-Gotha zu einem offenen Landschaftspark umgestaltet - die ca. 150 Skulpturen verschwanden, nur wenige sind erhalten geblieben. Reste der ehemaligen Anlage sind am Westrand des Parks noch zu finden. Ein kleiner Barockgarten entstand an der Ostseite des Schlosses, wo auch einige Skulpturen zur Gestaltung verwendet wurden. Auf Geheiß der Gräfin von Gneisenau wurden zwischen 1910 und 1922 im Schloss Umbauten im Jugendstil durchgeführt.
Der preußische Staat kaufte 1939 Schloss und das dazugehörige Gelände.
In den 1950er Jahren wurden erste Restaurierungsarbeiten durchgeführt und ab 1966 der renovierte große Festsaal der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Seit dem finden in ihm regelmäßig Kammermusikkonzerte statt. Seit dem Jahr 1990 sanierte man das Schloss umfassend und gab es zur Besichtigung frei.
Heute finden Führungen durch das Gebäude zu jeder vollen Stunde statt. Gestartet wird im Büffetzimmer. Im Bankettsaal sind auf 33 Bildern die regierender Könige, Fürsten, Diplomaten und Feldherren des 18. Jahrhunderts zu bewundern. Der Festsaal gilt als einzigartig in Thüringen. Ihm folgen Silber- oder Damensaal, Marmorsaal, der Roter Salon ... Beachtenswert im Schloss sind die zahlreichen Deckengemälde von oft unbekannten Meisters.
Schloss Molsdorf lädt regelmäßig zu Kammer- und Parkkonzerten ein. Täglich außer montags kann das Schloss von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. In einigen Räumen im Erdgeschoß befindet sich ein Restaurant.

Kontakt:
Schloss und Park Molsdorf
Schlossplatz 6
99192 Molsdorf
 
   
Stausee Hohenfelden Stausee Hohenfelden
Im mittleren Ilmtal liegt der 44 Hektar große von sanften waldbedeckten Hügeln, Wiesen und Feldern eingebettete Stausee Hohenfelden. Der Schilfgürtel am nordwestlichen Ufer ist heute Lebensraum zahlreicher Wasservögel, während am Südufer des fischreichen Sees der größte Campingplatz Thüringens mit vielfältigen Beherbergungsmöglichkeiten wie beispielsweise auch Ferienhäusern zum Verweilen einlädt. Am naturbelassenen Uferbereich hat sich ein ausgedehnter Freizeitpark mit zahlreiche Urlaubs- und Freizeiteinrichtungen entwickelt. So gibt es eine Strandpromenade, Badestrände - auch ein FKK-Strand - die Avenida-Therme, Gaststätten, ein Bootsverleih, ein Wildgehege und ein Naturlehrpfad.
Der Stausee Hohenfelden gehört zu den schönsten Wasserfreizeitanlagen Thüringens, der im Sommer zahlreiche Freiluftveranstaltungen bietet.
Der Stausee Hohenfelden liegt ca 1,5 km östlich der Gemeinde Hohenfelden, südöstlich von Erfurt und südwestlich von Weimar im Landkreis Weimarer Land in Thüringen.
1966 wurde der Badesee zur Naherholung angelegt, der nur ca. 7 km von der Autobahnabfahrt A4 Erfurt Ost in Richtung Kranichfeld entfernt liegt.

Kontakt:
Stausee Hohenfelden
99448 Hohenfelden
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Wasserburg Kapellendorf Wasserburg Kapellendorf
Die Wasserburg Kapellendorf nahe Jena ist vom 8. bis zum 15. Jahrhundert erbaut worden. Besonders interessant in Hinsicht der Burgenkunde, ist, dass es sich um eine sogenannte Niederungsburg handelt. Die Burganlage beherbergt ein Heimatmuseum und ein Burgenmuseum, dass über die Rolle und Bedeutung der Burgen im Feudalismus Auskunft gibt.

Kontakt:
Wasserburg Kapellendorf
Am Burgplatz 1
99510 Kapellendorf
Tel.: (036425) 2 24 85
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Weimar - Nationaltheater Weimar
Die Stadt Weimar ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen, die südöstlich des Ettersberges an der Ilm liegt. Nach Erfurt, Jena und Gera ist sie die viertgrößte Stadt im Freistaat.
Weltbekannt wurde die Stadt durch ihr kulturelles Erbe - die Weimarer Klassik um Wieland, Herder, Goethe und Schiller, das Bauhaus und die Gründung der ersten Republik auf deutschem Boden - die Weimarer Republik 1919.
Äteste Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 899 zurück. Der Name Weimar stammt zum Teil aus altgermanischen Worten und dem Althochdeutschen. Im Jahr 1410 erhält der Ort die Stadtrechte. 1424 wird Weimar von einem verheerenden Stadtbrand heimgesucht. Die Wettiner versuchten den Wiederaufbau durch Steuererlass, Zinsbefreiungen und Verleihung zusätzlicher Marktrechte zu fördern. Als wichtigste Maßnahme gilt die Befestigungen der Burganlage auf die ganze Stadt auszudehnen - doppelte Stadtmauer in Form eines Doppelringes mit zehn Türmen und vier befestigten Toranlagen.
Um 1552 machte Herzog Johann Friedrich der Großmütige Weimar zur Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar (später Sachsen-Weimar-Eisenach). Haupt- und Residenzstadt dieses Staates blieb Weimar bis 1918 und damit der erste Staat in Deutschland, der eine Verfassung hatte (1816).
Eigentlich die bedeutendste Rolle Weimars war die Zeit der Weimarer Klassik während der Regentschaft der Herzogin Anna Amalia und unter ihrem Sohn Herzog Carl August Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Anwesenheit Wielands, Goethes, Herders, Schillers und Falks sowie anderer wichtiger Persönlichkeiten der Epoche. 1842 wurde Franz Liszt zum Kapellmeister ernannt.
1925 wird in Ehringsdorf, einem Stadtteil im Südosten Weimars, das Skelett des Ehringsdorfer Urmenschen gefunden, dessen Alter auf etwa 200.000 Jahre geschätzt wird.
Die düsterste Zeit erlebte die Stadt während des zweiten Weltkrieges als auf dem Ettersberg das Konzentrationslager Buchenwald soviele Menschen umbrachte wie Weimar Einwohner hatte.
Als Hauptstadt des Landes Thüringen von 1920 bis 1948 kann Weimar ebenfalls verweisen. Im Jahre 1999 wird sie die Kulturhauptstadt Europas.
Seit 2004 ist Weimar Trägerin des Beinamens Universitätsstadt. Bekannt für die Stadt sind die Bauhaus-Universität, die Hochschule für Musik Franz Liszt sowie die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Eines der bedeutenden Feste Weimars ist der am 4. Oktober 1653 erstmals stattfindende Weimarer Zwiebelmarkt, der sich heute zu einem Volksfest von überregionaler Ausstrahlung entwickelte.
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Weimar - Belvedere Schloss Belvedere (Weimar)
Ab dem Jahr 1724 wurde auf dem südöstlich von Weimar gelegenen Höhenzug - der Eichenleite - mit der Errichtung von Schloss und Park Belvedere im Auftrag von Herzog Ernst August I. begonnen. Die Orangerie entstand zwischen 1731 und 1750 nach den Entwürfen von Johann Adolf Richter. Belvedere diente den weimarischen Fürstenhaus von 1756 als Sommerresidenz, Teile verpachtete man im 18./19. Jahrhundert für eine Privatschule. Das heutige Erscheinungsbild erhielt der Park im Wesentlichen zwischen 1815 und 1824, eine Überarbeitung seines Grundkonzepts wurde nach Plänen von Fürst Pückler-Muskau zwischen 1842 und 1850 vorgenommen. Eine Miniatur-Nachbildung ist der russische Garten, den Erbgroßherzog Carl Friedrich zwischen 1811 bis 1815 für seine Frau, Großherzogin Maria Pawlowna, nach dem Vorbild des Gartens der Sommerresidenz des Zaren in Pawlowsk anlegen ließ. In Belvedere befindet sich auch ein Blauglockenbaum, der den Namen der russischen Zarentochter Anna Pawlowna, der Schwester der Weimarer Großherzogin Maria Pawlowna - erhielt.
2004 schloss man die Restaurierung der Gärten weitgehend ab, ebenso ist nach umfangreichen Sanierungsarbeiten auch das Schloss für Besucher wieder zugänglich. Im Museum des Schlosses sind Gläser, Porzellan, Fayencen und Jagdwaffen des späten 17. und 18. Jahrhunderts zu sehen. Exotische Pflanzen, die im Sommer im Freien stehen, sind in der Orangerie zu bewundern. Das Schloss Belvedere ist über die Belvederer Allee vom Stadtzentrum Weimars aus erreichbar.

Kontakt:
Schloss und Park Belvedere
Weimar-Belvedere
99425 Weimar

Öffnungszeiten
1.4. - 15.10.
Di., Mi., Do., Fr., Sa., So. | 10.00 - 18.00 Uhr
16.10. - 31.10.
Di., Mi., Do., Fr., Sa., So. | 10.00 - 16.00 Uhr
Orangerie Belvedere, Pflanzensammlung Langes Haus
22.12. - 29.2.
Mi., Do., Fr., Sa., So. | 11.00 - 16.00 Uhr
1.3. - 29.4. Mi., Do., Fr., Sa., So. | 11.00 - 17.00 Uhr
Regelmäßige Führung durch den Park
1.4. - 15.10.
So | 11.00 - 12.00 Uhr

Preisinformationen:
Erw. 5 € | erm. 4 € | Schüler (16 - 20 J.) 2 €
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Eintritt Orangerie:
Erw. 2,50 € | erm. 2 € | Schüler (16 - 20 J.) 0,50 €
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Dauerkarte Orangerie (Dezember - April):
Erw. 5,50 €
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Erw. 3 € | Schüler (16 - 20 J.) 1 €
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
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Weimar - Tiefurt Schloss Tiefurt (Weimar)
Schloss Tiefurt, welches etwa vier Kilometer östlich des Stadtzentrums von Weimar liegt, ist ein kleines Landschloss im Ortsteil Tiefurt. Das an der Ilm gelegene Anwesen war der Sommersitz der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach. Einst war das Schloss das Pächterhaus eines herzoglichen Kammergutes. Der Ende des 16. Jahrhunderts errichtete Bau wurde 1765 umgebaut und so erweitert, dass das Hauptgebäude im Obergeschoss sieben Räume umfasste und ein weiteres kleines Nebengebäude entstand, die durch ein überdachten Gang miteinander verbunden waren. Der jüngere Bruder von Herzog Carl August, Konstantin, gestaltete 1776 unter der Anleitung seines Erziehers Karl Ludwig von Knebel das Schloss für seine Zwecke um. Als der Prinz vier Jahre lang auswärts weilte, bezog seine Mutter Anna Amalia das Schloss und machte es zu ihrem Sommersitz. Mit zwei Dienern bewohnte sie das Obergeschoss, das Nebengebäude nutzte ihre Hofdame Luise von Göchhausen. Das Schloss umgebende Wiesengelände wurde zu einem Landschaftspark im englischen Stil gestaltet, der der Öffentlichkeit zugänglich war. Für Anna Amalia war das Schloss etwa 25 Jahre lang ihr Lieblingssitz, welches zum Zentrum des Weimarer Dichterkreises wurde. 1807 starb die Herzogin, was dazu führte, dass das Schloss ziemlich herunter kam. Der Großherzog Carl Friedrich, der Sohn Carl Augusts, begann noch zu Goethes Lebzeiten mit ersten Renovierungsarbeiten. Die Pflege des Parkes übernahm der bekannte Landschaftsgärtner Eduard Petzold. Im Jahre 1907 wurde das Schloss Tiefurt zu einem Museum umgestaltet. Zwischen 1978 bis 1981 fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, die das Innere des Schlosses im Stil des 18. Jahrhunderts verwandelten und bei denen im Obergeschoss die Raumfolge aus der Zeit Anna Amalias wiederhergestellt wurde.

Kontakt:
Schloss und Park Tiefurt
Hauptstraße 14
99425 Weimar-Tiefurt

Kontakt:Öffnungszeiten
1.4. - 15.10.
Mo., Mi., Do., Fr., Sa., So. | 10.00 - 18.00 Uhr
16.10. - 31.10.
Mo., Mi., Do., Fr., Sa., So. | 10.00 - 16.00 Uhr
Regelmäßige Führung durch den Park
1.4. - 15.10.
Sa | 14:00 - 15:00 Uhr

Preisinformationen:
Erw. 5 € | erm. 4 € | Schüler (16 - 20 J.) 2 €
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Teilnahmegebühr Regelmäßige Führung:
Erw. 3,00 € | Schüler (16 - 20 J.) 1,00 €
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
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Wielandgut Oßmannstedt
Christoph Martin Wieland, der als höchsthonorierten Schriftsteller Deutschlands galt und die Epoche der Weimarer Klassik einleitete, wurde 1772 als Erzieher des Erbprinzen Carl August Herzog zu Sachsen-Weimar-Eisenach in die Residenzstadt Weimar berufen. Dem Leben am Hofe überdrüssig, kaufte er 1797 ein Gut in Oßmannstedt für 22.000 Taler. Dieses Gut hatte Reichsgraf Heinrich von Bünau 1762 erbauen lassen und war in der Gestaltung dem englischen Landschaftspark des Nymphenbades im Dresdner Zwinger nachempfunden worden. Hier schrieb er seine bedeutendsten Spätwerke, wie "Aristipp und einige seiner Zeitgenossen" und die politischen Dialoge "Gespräche unter vier Augen" und empfing als Gäste Anna Amalia, Goethe, Herder oder Kleist. Christoph Martin Wieland wurde 1813 im Park neben seiner Frau und Sophie Brentano beigesetzt.
Das wielandgut kam 1991 zum Besitz der Klassik Stiftung Weimar. Im zweigeschossiger Haus, welches auch als Bildungsstätte dient, befindet sich das Wieland-Museum. Neben dem Park ist auch Wielands-Grabstätte zu besichtigen.

Kontakt:
Wielandgut Oßmannstedt
Wielandstr. 16
99510 Oßmannstedt;
Tel.: (036462) 92 09 18.

Öffnungszeiten:
Apr. - Okt., Di. - So. 10 - 18 Uhr,
Nov. - Mrz., Sa. - So. 10 - 16 Uhr.
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